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Kampfkunst (c) Kzenon - fotolia.com
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Asiatische Kampfkunst in Wien

12. Oktober 2012 • Freizeit & Sport, Ganz Wien aufgelistet, Gut zu wissen2 Kommentare zu Asiatische Kampfkunst in Wien

Von Karate bis Taekwondo

Tang Soo Do, Sonmudo, Fu Lung Pai oder Krabi Krabong gehören vermutlich zu den im europäischen Großraum weniger verbreiteten oder bekannten Kampfkünsten – mit Judo, Karate oder Jiu-Jitsu dagegen kann man wahrscheinlich bereits ein wenig mehr anfangen. Für diejenigen, die mehr als den bloßen Ansatz einer Ahnung bekommen möchten, worum es bei diesen asiatischen Kampfkünsten geht, hat STADTBEKANNT eine kleine Liste an Vereinen beziehungsweise Institutionen zusammen gestellt, die sich in Wien mit eben diesen beschäftigen.

Da zwar nicht alle bestehenden Kampfkünste in Wien erlernt beziehungsweise ausgeübt werden können, trotzdem aber unzählige davon auch hier vertreten sind, erhebt unsere Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Karate

Die japanische Kampfkunst Karate ist auch bekannt als Karatedo, was so viel wie „Weg der leeren Hand“ bedeutet. Der Zusatz do findet sich in den Namen so gut wie aller asiatischer Kampfkünste wieder – er kann zwar nicht umfassend beziehungsweise wörtlich übersetzt werden, steht aber sinngemäß für einen Weg oder Lebensweg und unterstreicht somit die große philosophische Bedeutung und auch den feinen Unterschied zwischen Karate und Karatedo (Karate als Kampfkunst beziehungsweise Sportart, Karated? mit größerem Fokus auf die Philosophie). Karate wird dadurch charakterisiert, dass im Kampf (mit wenigen Ausnahmen) keine Waffen, sondern reine Körperkraft eingesetzt werden: Das Erlernen spezifischer Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken, Hebel und Würfe steht zu Beginn im Vordergrund. Wettkämpfe spielen beim Karate eine große Rolle, im Vergleich zu Jiu-Jitsu etwa ist es also weniger auf reine Selbstverteidigung fixiert.

Karate in Wien:
Am günstigsten sind in Wien mit Sicherheit die vielfältigen Kurse vom Universitätssportinstitut Wien (USI), welche auch für Karate angeboten werden. Ein Nachteil ist jedoch leider der eingeschränkte Kreis an Teilnahmeberechtigten (StudentInnen, Universitäts-MitarbeiteInnen sowie AkademikerInnen) – für alle anderen empfiehlt sich ein Besuch des ASKÖ Karatezentrums oder der Vienna Karate Academy, die beide gratis Schnuppertrainings anbieten.

 

Jiu Jitsu

Das ebenfalls aus Japan aus der Tradition der Samurai stammende Jiu Jitsu, auf deutsch sanfte beziehungsweise nachgebende Kunst, legt seinen Hauptfokus auf Selbstverteidigung. Mit Hilfe verschiedener Wurf-, Hebel- und Würgetechniken sowie gezielter Schläge, Tritte und Stöße soll ein Angreifer möglichst schnell und wirksam unschädlich gemacht werden, wobei das Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ eine große Rolle spielt und Jiu Jitsu wohl zu einer der friedlichsten unter den Kampfkünsten macht: Hier gibt es kein großes Kräftemessen im Sinne von „Wer ist der Stärkste?“, vielmehr soll die angreifende Kraft gegen ihren Ursprung gerichtet werden.

Jiu Jitsu in Wien:
Auch hier haben StudentInnen, ehemalige StudentInnen sowie (ehemaligen) Universitäts-MitarbeiterInnen Glück, denn das USI Wien bietet zahlreiche und kostengünstige Ju Jitsu-Kurse an (eine minimal abgewandelte Form des Jiu Jitsu). Wer nicht zu diesem privilegierten Personenkreis gehört, kann einen Blick auf die Website des Jiu Jitsu Verbandes Österreich werfen, der eine detaillierte Auflistung aller in Wien vertretenen Vereine bietet. Will man für einen ersten Eindruck ein Probetraining absolvieren, so kann man sich beispielsweise an das Kampfkunstforum Wien wenden.

 

Judo

Judo stellt eine Weiterentwicklung des Jiu Jitsu dar, die Übersetzung „sanfter Weg“ und das Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ hat es mit Jiu Jitsu großteils weiterhin gemein. Die heutige Weiterentwicklung des Judo driftet aber von der reinen Selbstverteidigung ab in Richtung eines sportlicheren Judo, bei dem hauptsächlich Würfe, Falltechniken und Bodentechniken im Vordergrund stehen. Die Verbindung von Körper und Geist beziehungsweise sein bestmöglicher Einsatz mit möglichst minimalem Aufwand.

Judo in Wien:
Auch hier rangiert das USI den Preis betreffend ganz weit oben und bietet Kurse zu Semester-Schleuderpreisen an – doch auch Judo-Interessierte müssen nicht verzweifeln, auf der Website des Judo Landesverbandes Wien befindet sich eine scheinbar unendlich lange Auflistung an über ganz Wien verstreuten Vereinen. Kostenlos schnuppern kann man zum Beispiel beim Judoring Wien.

 

Taekwondo

Wie beispielsweise auch im Judo, findet sich auch im Namen Taekwondo der bereits bekannte Zusatz do, also Weg, wieder. Die anderen beiden Silben „tae“ und „kwon“ bedeuten so viel wie Fuß und Faust und geben damit einen Einblick in den Fokus der koreanischen Kampfkunst. Obgleich Taekwondo auf den ersten Blick große Ähnlichkeiten zu anderen Kampfkünsten aufweisen mag, so ist sie doch viel mehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, mit einer großen Dominanz von Fußtechniken. Was im Taekwondo auch Platz findet, ist der so genannte Bruchtest oder Gyeopka, also das Zerbrechen von Holz, Ziegel oder sonstigen Materialien mittels bestimmter Hand- oder Fußtechniken.

Taekwondo in Wien:
Einen sehr günstigen Einblick in Taekwondo kann man wieder über das USI bekommen. Auf der Website des österreichischen Taekwondo Verbandes kann man außerdem aus einer zwar sicherlich kleineren Liste als etwa beim Judo oder Jiu Jitsu, aber doch hinlänglich großen Liste einen der Wiener Vereine auswählen. Unter diesen befindet sich zum Beispiel das Kampfkunstforum Wien, welches für einen ersten Einblick Probetrainings anbietet.

 

Kung Fu

Bruce Lee! Ja, Bruce Lee hat Kung Fu vermutlich über die Grenzen seines Ursprungslandes China hinaus bekannt gemacht, aber Kung Fu ist mehr als bloß Bruce Lee. Übersetzt bedeutet es so viel wie harte Arbeit beziehungsweise bezeichnet etwas, das durch harte Arbeit erreicht wurde – in China sagt man, dass ein Kung Fu-Schüler „bitter essen muss“. Kung Fu wird oft als Sammelbegriff für leicht voneinander abweichende Stile wie Shaolin Kung Fu oder Wing Chun Kung Fu verwendet, in deren Mittelpunkt jedoch stets die Verbindung von Körper und Geist steht und zum einen mit Tritt- und Stoßtechniken die Befähigung zur Selbstverteidigung vermittlen, zum anderen Eleganz und Ästhetik vermitteln oder aber auch das Selbstbewusstsein fördern soll.

Kung Fu in Wien:
Kung Fu betreffend gibt es überraschenderweise keine speziellen USI-Angebote, dafür gibt es Schnuppertrainings um 60 Euro vom Kampfkunstforum Wien. Auch in der Kampfkunst-Schule Shaolin Kung Fu Wien kann man sich für kostenlose Probetrainings anmelden.

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2 Antworten auf Asiatische Kampfkunst in Wien – Verstecken

  1. atreju sagt:

    Shaolin Wahnam Wien
    Auch bei Shaolin Wahnam Wien kann man Shaolin Kung Fu und Tai Chi Chuan als Kampfkunst lernen!

    http://www.shaolin-wahnam-wien.at

  2. Rene sagt:

    Auch bei I Liq Chuan Austria kann man eine Kung Fu Art erlernen.
    In I Liq Chuan, Kampfkunst der Achtsamkeit, werden keine Techniken unterrichtet, da diese nur weitere Muster und Gewohnheiten erzeugen. Durch ein ausgeklügeltes System lernt man die Prinzipien der Bewegung, die hinter jeder Kampfkunst stecken, zu verstehen. Durch Achtsamkeit kann man die Gegebenheiten jedes Moments erfassen um sich jeder Veränderung anzupassen.
    Alle Infos über I Liq Chuan sind auf der Webseite http://www.iliqchuan.at zu finden.

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