Kultur

Universität Wien (c) STADTBEKANNT
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Archdiploma 2009

9. Juni 2010 • Kultur

Die Archdiploma ist eine biennale Schau ausgewählter Diplomprojekte der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien. So erhalten die besten NachwuchsarchitektInnen der Stadt eine Öffentlichkeit, die ihnen gebührt und ihnen beim Start ins Berufsleben helfen soll. Aber auch wir können uns ein Bild davon machen, wie sich die Stadt in der nahen Zukunft entwickeln wird.

Unter dem Titel „Material Visions“ findet die Archdiploma 2009 in der eigens aufgeschmückten Kunsthalle am Karslplatz statt. Der Ausstellungsraum gleicht einer Art Café, mit Mehrfachprojektionen und einer Lounge. Zum Blickfang wird die transparente Medienfassade, die sich über die Längsseite der Kunsthalle erstreckt und die mit Dokumentationsmaterial der insgesamt 42 ausgestellten Werke bespielt wird. Beim Annähern an die sogenannte „Media-Mesh“ lösen sich die Bilder darauf auf und es öffnet sich der Blick nach draußen. Eine geschwungene Präsentationsfläche im Inneren der Kunsthalle bietet zusätzlichen Raum um die Entwurfsarbeiten darzustellen.

Zusätzlich werden dieses Jahr erstmals auch die besten Abschlussarbeiten aus dem Bereich „Raumplanung und Raumordnung“ präsentiert. Während sich die Entwurfsarbeiten vorwiegend von aktuellen Fragestellungen vom nachhaltigen Umgang mit Energieressourcen und der Konzeption kommunikationsorientierter Räume dominiert sehen, erweitern die theoretische Arbeiten das Blickfeld auf urbane Strukturen und Prozesse: Historische Untersuchungen spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Erforschung des sozialpolitischen Einflusses der Architektur am Beispiel der palästinensischen Gebiete.

Noch bis 30.Oktober kann die Ausstellung in der KUNSTHALLE wien project space karlsplatz Treitlstraße 2, 1040 Wien, bei freiem Eintritt besucht werden. Ferner bietet die Veranstaltung auch Raum für zahlreiche Vorträge und Podiumsdiskussionen. Unter anderem rücken Funktion und Form moderner Gebäudefassaden als bunte Spektakel, Kommunikationsflächen oder ökologischer Filter in den Blickpunkt, wie auf den Spuren Marshall McLuhans die Möglichkeiten und Grenzen parametrischer und digitaler Entwurfsprozesse ausgelotet werden.

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