Wien – Leben

Hohe Wand Hochfallwand (c) Michael Schmid
Hohe Wand Hochfallwand (c) Michael Schmid

Naturpark Hohe Wand

7. April 2016 • Leben, Sport

Kinder, wir fahren ins Grüne!

Der Naturpark Hohe Wand ist ein Ausflugs- und Wandergebiet mit vielen Facetten. Von Wien aus gut erreichbar, bietet er pures Naturerlebnis ohne am Komfort zu sparen. Zahlreiche Hütten kuscheln sich an die spektakuläre namensgebende Felswand und locken mit kulinarischen Angeboten.

Doch schon ein wenig Abseits der ausgetretenen Pfade wartet die entspannende Stille der Wälder, nur gelegentlich unterbrochen von Vogelgezwitscher und dem Wind in den Bäumen.

 

Die Highlights

Die Hochfallwand erstreckt sich über den größten Teil der Süd- und Südostseite des insgesamt acht Kilometer langen Hochplateaus. Leichte Aufstiegsmöglichkeiten wird man hier wenige vorfinden, dafür ein wahres Paradies für Kletterer. Über 700 Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade und diverse Klettersteige laden zum Höhenluftschnuppern ein.

Dank Felsenpfad und Skywalk kann man die Wand aber auch ganz ohne Seil und Karabiner ein Stück weit erleben. Auf der Höhe des Gasthofs Postl ragt die Metallkonstruktion des Skywalk weit über die Wandkante hinaus und erlaubt einen bequemen aber schwindelerregenden Blick ins Tal. An lauen Sommertagen ziehen mit etwas Glück die Paraglider und Drachenflieger der nahe gelegenen Flugschule als bunte Tupfen über den Himmel und lassen die Weite des Raums noch deutlicher spüren.

Geheimtipp: Auch in der Nacht ist die Aussicht wundervoll – besonders zu Ostern, wenn am Wandfuß hunderte traditionelle Osterfeuer entzündet werden und mit den Sternen am Himmel um die Wette funkeln.

Doch nicht nur luftige Höhen, auch dunkle Tiefen hat der Naturpark Hohe Wand zu bieten. Zum Beispiel in Form der sehenswerten Einhornhöhle am östlichsten Zipfel des Hochplateaus. Der Einstieg in den Fels liegt gut verborgen hinter einer Hütte und ist nur an Wochenenden zugänglich. Mit Grubenlampe und Helm bewaffnet, erlaubt die Einhornhöhle dem Wanderer einen Blick in die naturgeschichtliche Vergangenheit: eingerahmt von Jahrhunderte alten Tropfsteinen liegen hier die Knochen und Schädel eines urzeitlichen Höhlenbären begraben.

Erreichbar ist die Höhle nur über den Drobilsteig z.B. von Dreistetten aus. Der Weg von hier aus auf das Hochplateau führt durch felsiges Gelände und über Leitern, ist dabei jedoch so einfach zu begehen, dass die Route auch für junge Wanderer gut geeignet ist – ein echtes Erlebnis für Groß und Klein!

 

Anreise von Wien

Von der Südautobahn (A2, Abfahrt Wiener Neustadt West oder Wöllersdorf) sind es nur wenige Kilometer bis zur Hohen Wand. Wegweiser finden sich bereits auf der Autobahn. Die Straße auf die Hohe Wand selbst ist Mautpflichtig. Den Drobilsteig erreicht man am Besten, wenn man in Dreistetten am Sportplatz parkt.

Mit der Südbahn von Wien bis Wr. Neustadt – und von dort weiter bis nach Winzendorf oder Waldegg.

David Bongard

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