Wien – Leben

Stephansdom Wienblick (c) STADTBEKANNT
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Wohnen in Wien

29. Jänner 2014 • Leben

Kann man sich eine Wohnung in Wien überhaupt noch leisten?

Wohnen in Wien und in anderen Großstädten Österreichs ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Bis zum ersten Quartal dieses Jahres haben die Immobilienpreise in den Ballungszentren einen Rekordstand erreicht. Besonders teuer sind Wohnungen in gefragten Lagen, vor allem in Innenstadtnähe. Angesichts der utopischen Preise fragt man sich, ob man sich als Normalbürger in der Hauptstadt überhaupt noch eine Wohnung leisten kann.

Die hohe Nachfrage nach Immobilien in den letzten Jahren hat die Immobilienpreise explodieren lassen. Hierfür verantwortlich sind zum einen Investoren, die in Immobilien eine gewinnbringende Geldanlage sehen. Zum anderen steigt die Nachfrage in den Ballungsräumen durch Einwanderer aus dem europäischen Ausland und durch die zunehmende Landflucht der Österreicher. Das Angebot an Immobilien ist zudem stark begrenzt, da in der Vergangenheit zu wenig in Neubauten investiert wurde. Daraus resultieren utopische Immobilienpreise, die bis zum ersten Quartal 2013 noch einmal rapide angestiegen sind. Auf dem Eigentumsmarkt zeigt sich eine Preissteigerung von 80 Prozent in den letzten zwölf Jahren, auf dem Mietmarkt sind es immerhin 25 Prozent Steigerung im gleichen Zeitraum. Damit gehört Wien inzwischen schon fast zu den zehn teuersten Städten Europas.

Wie teuer ist Wohnen in Wien aktuell?

Der Höchststand für Miet- und Immobilienpreise scheint im ersten Quartal 2013 erreicht zu sein. Während der Mietpreis zu Beginn des Jahres noch durchschnittlich bei 14,45 Euro pro Quadratmeter lag, muss aktuell 14,21 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Das entspricht einem Rückgang der Mietpreise um 2,4 Prozent. Experten prognostizieren für die kommenden Monate eine stabile Entwicklung am Wiener Immobilienmarkt mit gemäßigtem Wachstum. Tagesaktuelle Informationen über die Miet- und Immobilienpreise in Wien sind auch bei Immowelt zu finden. Auf dem Immobilienportal können Wohnungssuchende speziell nach bezahlbaren Wohnungen in den einzelnen Bezirken der Hauptstadt suchen.

In welchen Bezirken ist Wohnen in Wien am teuersten?

Wie viel eine Wohnung in Wien tatsächlich kostet, hängt von verschiedenen Faktoren wie Infrastruktur, Lage und Größe der Wohnung ab. Am teuersten sind die Preise in den Bezirken Innere Stadt, Wieden und Neubau, die beim internationalen Jetset und bei vermögenden Industriellen und Unternehmern sehr beliebt sind. Ebenfalls sehr gefragt sind die klassischen Nobelbezirke außerhalb des Gürtels, Döbling, Hietzung und Währing. Luxussanierungen treiben hier die Preise nach oben, und es gibt genug zahlungskräftige Kunden, die bereit sind, für eine gute Lage viel Geld zu zahlen. In diesen Bezirken gibt es deshalb fast nur noch Luxuswohnungen, die mehr als 500.000 Euro kosten. Für die Mittelschicht sind diese Preise nicht mehr zu bezahlen. Mit einem Jahresbruttoeinkommen von 30.000 Euro bräuchte man 30 Jahren, um eine Eigentumswohnung in den Top-Lagen abzuzahlen.

Wo finden sich noch bezahlbare Wohnungen?

Für die Mittelschicht einigermaßen erschwinglich sind Wohnungen in den Bezirken Simmering und Favoriten. Hier kosten fast alle Eigentumswohnungen weniger als 300.000 Euro. Dasselbe gilt für die Mehrheit der Wohnungen in den Bezirken Brigittenau, Floridsdorf, Meiding, Rudolfsheim-Fünfthaus, Ottakring und Liesing. Damit für die Mittelschicht mehr erschwingliche Wohnungen zur Verfügung stehen, muss aber dringend in Neubauten investiert werden. Ein solides Angebot, das der starken Nachfrage entgegensteht, könne laut Experten in Zukunft Preisanstiege wie in der Vergangenheit abschwächen.

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