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(c) MAST - Fotolia
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Wir brauchen keine Ärzte!

17. April 2012 • Skurriles

In Zeiten von Dr. Ed, Netdoktor und Web-Hypochondrie darf man durchaus kreativ sein – wir präsentieren: Der Google-Doktor und andere gute Ideen.  

In den Medien wird derzeit intensiv über den neuen Webdoktor – Dr. Ed – berichtet und diskutiert. Per Mausklick kann man sich über die Plattform Diagnose und Rezept holen, vor allem in den Bereichen Erektionsstörungen, Geschlechtskrankheiten oder Verhütungsmittel. Mit Tripper muss man also ab sofort nicht mehr zum Arzt gehen, sondern kann gemütlich von zu Hause ohne Schamgefühl ein Mittelchen verschrieben bekommen. In keinster Weise ist diese Praxis seltsam, bedenklich oder ineffizient, ganz im Gegenteil, stadtbekannt springt auf den Brandwagon auf und stellt euch weitere zukunftsträchtige Konzept vor: Der Google-Doktor und andere gute Ideen. 

Google-Doktor – schneller geht es nicht

 Lange Wartezeiten in der Arztpraxis gehören mit dem Google-Doktor definitiv der Vergangenheit an. In ca. 0,9 Sekunden hat der Google-Doktor alle Antworten parat, die ihr gesucht habt, und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Problemlagen aus verschiedenen Standpunkten zu betrachten. Und so funktioniert es: An mehreren Standorten in Wien könnt ihr eure Beschwerden an stadtbekannt-geprüfte Google-Doktoren weitergeben – im Notfall auch ganz einfach per Mail, ein bis zwei Suchbegriffe reichen sogar aus. "Bluthochdruck", "Atembeschwerden" oder "Trockene Schleimhäute" resultieren dann in Lichtgeschwindigkeit in einer oder mehreren erstklassigen Diagnosen – sogar die nächste Apotheke verrät der Google-Doktor in Handumdrehen. 

Let me google that for you

 Die geprüften Google-Doktoren schleußen die von euch erhaltenen Infos in ein riesiges Informationsnetzwerk ein, dass umgehend die Puzzlestücke zur Diagnose zusammensetzt. Dass in 80% aller Fälle Krebs, Herzinfarkt oder Schwangerschaft diagnostiziert werden, liegt allein an der Gründlichkeit des Systems. 

Fernheilung – günstig und schnell



Außerdem plädiert stadtbekannt für einen Schnell-Heil-Dienst, natürlich online, wo sonst. Zertifizierte Heiler schicken euch dann via Luft und Liebe heilende Energie, die gegen jedes Weh-Wehchen helfen. Die Energie-Dosis wird vom intelligenten Datenverarbeitungssystem abgestimmt – und auch der Preis orientiert sich an der Energiemenge. Der oben genannte Tripper wird wohl etwas teurer, aber die Verkühlung kriegt man gut und günstig weg. 

DIY-OP-Kit

 In absehbarer Zukunft soll der Google-Doktor einen DIY-OP-Webshop launchen, wo per Mausklick Anleitung und Utensilien zur Do it yourself OP bestellt werden können. Lange Krankenhausaufenthalte gehören somit der Vergangenheit an, in wenigen Sekunden ist das Kit bestellt und auf dem Weg zum/r EmpfängerIn. Professionelle, zertifizierte und auf Kundenfeedback basierende Anleitungen in einfachem Ikea-Format jagen Gallensteinen jetzt schon einen riesigen Schrecken ein. 


Medikamente-Workshop

Abgerundet wird die Web-Heilung durch einen dreitägigen Web-Workshop, bei dem die PatientInnen lernen können, wie man Medikamente selbst herstellt. Mit geringem Aufwand und dem Recycling von alten Medikamenten kann man sich in Zukunft unnötige Kosten sparen. Aus Hustensaft und Parkemed wird ein Herz-Kreislauf-Medikament, Globuli plus Neocitran macht einen tollen Verstopfungs-Cocktail. 

Das Motto lautet: mehr Web, weniger Arzt! 

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