Lifestyle – Skurriles

U 6 Josefstädterstraße Foto: Wikipedia User: MyFriend, Lizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Welcome back, Josefstädter Straße!

25. November 2011 • Skurriles

Heute ist die Ubahn-Station Josefstädter Straße wieder für Fahrgäste zugänglich – von 5:00 Uhr Früh bis 17:00 Uhr sollte man die Ubahn-Station des Grauens Willkommen heißen!

Schon im Sommer hat stadtbekannt ja über den Fluch berichtet, der schwer auf der Ubahn-Station des Grauens lastet. Ob die Ubahn-Station nun auf einem Indianerfriedhof errichtet wurde oder nicht – das haben unsere genauen Recherchen leider nicht be- oder widerlegen können, aber wir sind trotzdem immer noch überzeugt, dass es bei den langwierigen Sanierungsarbeiten nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Nachdem die Linie E schon lange eingestellt wurde und die Sperre sich jetzt einige Zeit nur auf die Josefstädter Straße beschränkte, kann am Samstag wieder ganz normal ein- und ausgestiegen werden. Die Sanierungsarbeiten werden aber noch bis ins Jahr 2013 (!) dauern. Ob vielleicht heimlich ein Dinosaurier-Skelett ausgebuddelt wird? Oder die Ubahn-Station vergoldet werden soll? Wie auch immer, wir sind unwissend auch mit der Wiederaufnahme des Betriebs zufrieden und schlagen euch Möglichkeiten vor, diese gebührend zu feiern!

12 Stunden Josefstädter Straße – ein Tribut

Um 5:00 Uhr morgens gehen die Tore der Josefstädter Straße auf – wer jetzt noch nicht vor Ort ist, verpasst das Highlight des Tages. Dem Anlass entsprechend gekleidet – in Braun, der Farbe der U6 – und mit einem Schild in der Hand – „Welcome back!“ darf dann kurz darauf der erste Zug begrüßt werden.

Einsteigen ist vorerst verboten, es liegen noch einige Stunden Feierlichkeiten vor uns. In den Intervallen zwischen den Zügen und somit auch zwischen den Begrüßungsritualen soll die Station mit Blumen geschmückt werden. Wer keine braunen Blumen findet, der wählt rote, um auf die harte Arbeit der Wiener Linien hinzuweisen.

Wegen des Indianerfriedhofs unter der Station bietet es sich auch an, die gesamte Station mit Salbei auszuräuchern. Dabei sollte nur darauf geachtet werden, die Feuermelder nicht auszulösen, wir wollen ja nicht, dass die Station gleich wieder geschlossen wird.

Gegen Mittag teilt man dann seinen mitgebrachten Snack mit anderen Feiernden, um Einheit zu signalisieren und der Freude über den aufgenommenen Betrieb Ausdruck zu verleihen. Die Hälfte des Snacks wird den Ubahn-Göttern geopfert, also in den passenden Mülleinmer geschmissen. Wer die Götter weiter besänftigen will, der leert noch ein Glas Rotwein nach.

Am Nachmittag darf dann die erste Fahrt gewagt werden. Wem dabei die Tränen in die Augen steigen, der muss sich nicht schämen. Denn das Comeback der Josefstädter Straße ist stark emotional beladen. Die vielen Abende, an denen man von der Alser Straße den Nachhauseweg antreten musste, die immer wiederkehrende Enttäuschung, wenn die Ubahn einfach nicht stehenblieb, oder das gruselige Gefühl, wenn die Ubahn mit Zeitlupentempo durch die geisterhafte Station zuckelte – all das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Nach mehreren Freuden-Runden in der U6 zelebriert man am Nachmittag nach dem Einstieg den Ausstieg aus der U6. Drei Uhr ist eine gute Zeit für ein paar Freudenlieder, die durch die gesamte Station hallen dürfen. Mit „I will survive“ von Gloria Gaynor, „Survivor“ von Destiniy’s Child oder „Stronger“ von Britney Spears wird dann der Überlebenswille der Josefstädter Straße besungen.

Wenn es dann langsam dunkel wird, ist es Zeit für eine letzte besinnliche Fahrt in der U6. Im rötlichen Licht des Sonnenuntergangs verschwindet man auf einer Möbiusschleife ins Nichts..

Josefstädter Straße, Welcome Back!

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