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Hund (c) stadtbekannt.at
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Warum der Hund bei der Partnersuche behilflich sein kann

22. Mai 2013 • Leben

Es gibt viele Möglichkeiten, einen neuen Partner kennenzulernen. Ob im Freundeskreis, beim Ausgehen, am Arbeitsplatz oder durch ein Online-Portal. Besonders hartnäckig hält sich der Mythos, dass sich die Flirtchancen mit einem Hund besonders erhöhen. Angeblich reicht ein Spaziergang dem „besten Freund des Menschen“ und schon fliegen einem die Herzen nur so zu. Die Studie des Forschungskreises "Heimtiere in der Gesellschaft", ergab bei dessen Umfrage tatsächlich, dass 77 Prozent der befragten Hundebesitzer durch ihren Hund häufiger angesprochen werden und die Hälfte ihren Hund als Flirt-Faktor wichtiger einschätzt, als gutes Aussehen. Jeder 10. Mann und jede 20. Frau gab sogar an, dass sich durch einen Erstkontakt beim Gassi gehen eine feste Beziehung entwickelt hat.

Die Rasse gibt Aufschluss über den Charakter

Bevor nun ein Hund gekauft oder der Vierbeiner im Freundes- oder Bekanntenumfeld ausgeliehen wird, sollte jedem bewusst sein, dass die jeweilige Hunderasse einiges über ihren Halter aussagt. So gelten zum Beispiel Dackelfreunde als eher skeptische Zeitgenossen, dagegen Fans von Schäferhunden als verlässlich, aber auch unflexibel. Mops-Besitzerinnen wirken zickig und stutenbissig, Menschen die Yorkshire-Terrier oder andere kleine Rassen bevorzugen, gelten als selbstbewusst. Pudel-Herrchen und –Frauchen sind scheinbar unternehmungslustig und Doggen-Besitzer sehr ausgeglichen. Ein Bernhardiner ist zwar kinderlieb, sein Besitzer soll es jedoch nicht sein. Als ideale Partner gelten Golden Retriever-Halter. Und Menschen, die einen Mischling haben, legen angeblich auf Äußerlichkeiten weniger Wert.

Vor- und Nachteile bei der Partnersuche mit Vierbeiner

Einen Hund zu haben, bringt einige Vorteile. Allein zum Gassigehen muss mehrmals täglich das Zuhause verlassen werden. Spazierengehen im Park ist nicht nur gesund, sondern erhöht auch die Chance, dort auf neue Leute, den Traummann oder die Traumfrau zu treffen.
Besonders Frauen werden von den kuscheligen Weggefährten angezogen, da viele Hunde mit ihren großen, hervorstehenden Augen, runden Köpfen und kleinen Stupsnasen dem klassischen Kindchenschema entsprechen. Außerdem fällt es leichter, eine interessante Person in Begleitung eines Vierbeiners anzusprechen, da so gleich ein Gesprächsthema besteht.
Und da ein Haustier viel Pflege, Zuneigung und Zeit erfordert, gelten Hundehalter als treu, gewissenhaft und fürsorglich – alles Eigenschaften, die auch für eine Beziehung wichtig sind. Aber es gibt auch Nachteile, denn nicht jeder eventuelle Partner mag Hunde, hat vielleicht Angst oder sogar eine Tierhaarallergie. Außerdem kann der Hund auch negative Reaktionen auslösen, indem er den Flirtkandidaten anbellt beziehungsweise anspringt und dessen Kleidung verschmutzt. Oder, die Entscheidung fiel schlichtweg auf die vermeintlich falsche Rasse. Laut einer Studie finden zwar 45 % aller Männer Frauen mit Jack-Russel-Terrier attraktiv, aber umgekehrt ist das Interesse weitaus niedriger. Nur jede Dritte Frau würde mit einem solchem Herrchen flirten. Auch die Besitzer von Pudeln, Pinschern und Kampfhunden kommen nicht sehr gut an. Wer allerdings einen Golden Retriever oder Labrador besitzt, kann sich freuen. Neben der Reihe von guten Eigenschaften des Golden Retrievers, kommen die Halter bei rund 71 Prozent der Befragten besonders attraktiv an.

Bei einigen Partnerbörsen im Internet kann sich beispielsweise speziell auf die Suche nach Hundehaltern begeben und ein Treffen vereinbart werden, um sich bei einem gemeinsamen Spaziergang näher kennenzulernen. Beim Gassi gehen steht das Styling im Hintergrund, jedoch wirkt so die Natürlichkeit der Person stärker. So haben beide die Möglichkeit, den jeweils anderen im Alltagslook zu sehen und nicht erst in einer hübschen Ausgehverpackung.

Ein Flirt mit Hund ist einfacher, da ein Gesprächsthema leichter zu Stande kommt. Trotzdem muss die Chemie zwischen Herrchen und Frauchen passen. Wenn nicht, entsteht vielleicht eine Freundschaft daraus mit gemeinsamen Gassi-Runden.

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