Kultur

(c) Barbara Pálffy
(c) Barbara Pálffy

Unangenehm, peinlich, riskant, gefährlich – kurz gesagt: prekär!

5. Dezember 2013 • Kultur

Verhängnisvolle Verhältnisse

Vier Menschen, die sich aus FRÜHEREN Verhältnissen bereits kennen, werden schicksalhaft wieder zusammengeführt. Wer in welchen Verhältnissen verhältnismäßig gut oder schlecht gelebt hat oder jetzt lebt, will jeder von ihnen mehr oder weniger verheimlichen. So bestimmen Verschleierungsversuche und Täuschungsmanöver das Geschehen in der knapp einstündigen Aufführung. Die Geschichte ist unterhaltsam, man fiebert auch ein bisschen mit: Wird der Ehemann es auch weiterhin schaffen, seiner Frau seine früheren Verhältnisse zu verbergen? Und kann die gescheiterte Schauspielerin ihrem früheren Verhältnis mit dem, inzwischen in Insolvenz geratenen, Unternehmer neues Leben einhauchen?

Es ist Peter Pausz gelungen, die Couplets mit einer Leichtigkeit zu inszeniert, die viele Nestroy-Aufführungen heutzutage vermissen lassen und auch den Aktualitätsbezug hat der junge Regisseur gut gewählt.

Die tatsächliche Botschaft des Stückes kommt zwischen den Zeilen zum Vorschein. Der Besucher wird durchaus zum Nachdenken angeregt, denn direkte Fragen wie "Leben Sie ÜBER Ihre Verhältnisse?" lassen einen nicht kalt!

Nestroys "Frühere Verhältnisse"
Theater Spielraum

Foto (c) Barbara Pálffy

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