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Tron: Legacy

9. Februar 2011 • Film / TV9 Kommentare zu Tron: Legacy

Eine Kinokarte, eine Packung Popcorn und ein Bier später sitze ich um fast 20 Euro ärmer im rammelvollen Kinosaal; die Idee mit Kino am Sonntag Abend hatte also nicht nur ich. Die Wahl fiel auf Tron: Legacy, Sequel zum 80er Jahre Science Fiction/Trash Klassiker. 1982 schrieb Tron Kinogeschichte, es war einer der ersten animierte Spielfilme, bzw. der ersten Spielfilme, in denen längere computergenerierte Sequenzen eingesetzt wurden. 1982 konnte Tron mit simplen Computeranimationen begeistern; fast 30 Jahre später trumpft Tron: Legacy mit mächtigem 3D-Kino auf.

Tron

Tron war zwar ein  Kassenschlager und hat bis heute eine fixe Fangemeinde; ein wenig trashig war es irgendwie schon in den 80er Jahren. Die (ein bisschen verwirrende) Story kurz und knapp: Dem Programmierer Kevin Flynn (Jeff Bridges) wurden von Ed Dillinger die von ihm programmierten Computerspiele gestohlen und landet bei dem Versuch, das zu beweisen, in einer virtuellen Realität, in der die von ihm geschriebenen Programme als "Menschen" herumspazieren. Vom MCP, das den Hauptcomputer kontrolliert, wird ein Programm – Sark – damit beauftragt, Flynn zu töten. So nimmt er bei einigen gefährlichen Spielen teil, lernt das Programm Tron kennen und schafft es schlussendlich doch das MCP bzw. Sark zu besiegen, in die echte Welt zurückzukehren sowie die Beweise für den Diebstahl seiner Computerspiele vorzulegen. 

Tron: Legacy

Tron: Legacy beginnt mit einem kleinen Wunder: Kevin Flynn sitzt am Bett seines jungen Sohnes und erzählt ihm Teile der Tron-Story. Das Wunder hierbei? Flynn Darsteller Jeff Bridges sieht besser aus, als noch vor 30 Jahren. Die junge Version von Kevin Flynn sowie sein Doppelgänger Clu sind vollkommen computergeneriert, CGI Jeff Bridges hat mich ziemlich beeindruckt. Anschließend verschwindet Kevin Flynn spurlos, 20 Jahre später ist sein Sohn ein reicher und gelangweilter 27-Jähriger, der das Verschwinden seines Vaters nie ganz verarbeitet hat. Als er aber das alte Büro seines Vaters findet, wird auch er Gefangener der virtuellen Realität und kämpft – wie der Vater vor 30 Jahren – in Spielen gegen Programme. Natürlich trifft er dort auf seinen Dad, sowie auf das böse Programm Clu, das für die Gefangenschaft von Kevin Flynn verantwortlich ist und eine düstere, tyrannische virtuelle Welt erschaffen hat. Ebenfalls mit dabei sind das mittlerweile böse Programm Tron sowie das von Kevin Flynn adoptierte Programm "Quorra". Es beginnt eine actionreiche Verfolgungsjagd, als die Flynns und Quorra versuchen, aus der virtuellen Welt zu fliehen. Clu will ebenfalls den virtuellen Raum verlassen, inklusiver einer Armee, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Mein Fazit

Tron: Legacy hat nicht die besten Kritiken bekommen, jedoch finde ich das etwas ungerechtfertigt. Was hatten sich die Kinogeher von Tron: Legacy erwartet? Eine wirklich gute Story? Wenn ja, dann frage ich mich, ob sie Tron jemals gesehen haben. Es war vollkommen klar, dass die Storyline wenig hergeben wird und dass der Film nicht von schauspielerischer Leistung lebt. Tron: Legacy macht nach, was schon der erste Film bot: Viel Action, tolle Computeranimationen und ist oben drauf noch ein beeindruckendes 3D Erlebnis. Die triste virtuelle Welt, in die fast nur die Neonstreifen an den Anzügen der Programme ein wenig Farbe bringen, ist das perfekte Setting für einen tollen 3D Film. Nicht vergessen darf man an dieser Stelle den Sound Track, den das französische Duo Daft Punk beisteuerte; eine gute Wahl, wie ich finde. Ein perfekter Kinofilm für einen faulen Sonntag, der Action, Spannung und tolle Bilder bietet. In 2D würde ich mir den Film aber eher nicht ansehen, dann wäre es nur der halbe Spaß.

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9 Antworten auf Tron: Legacy – Verstecken

  1. gehbitte sagt:


    traurig… es war typisches seelenloses 0815-action kino a la matrix/inception, ohne stil – das hatte nix mehr mit dem charme von tron gemeinsam. genau wie bei star wars episode I damals. ausserdem: die optischen effekte von tron schaffen es auch nach 20 jahren nicht "cheesy" zu wirken – der neue tron wirkt allerdings wahrscheinlich schon in einem jahr überholt. tron legacy war eine einzige frechheit. der soundtrack war aber wirklich gut!

  2. Valerie sagt:

    Naja
    Kenn das Original nicht aber ich fand die Story schon sehr, sehr trashig.

  3. Ina sagt:

    Weder noch
    Original ist nicht toll und remake auch nicht wirklich.

  4. xman sagt:

    schade
    die tron optik ist bis heute ein erlebnis. surreal, originell, unterkühlt, unverwechselbar, einfach geil. wieso hat man die retro optik nicht einfach behutsamer ins 3d übertragen…? da wär so viel drin gewesen! stattdessen machen sie einen film der aussieht wie jeder andere scifi film…

  5. kepinski sagt:

    aha…
    du bist der erste den ich kenn der den neuen tron gut fand. gratuliere.

  6. terror sagt:

    @kepinski
    ich glaub nicht dass ich die erste bin 😉 aber ja, es stimmt, die meisten kritiken waren nicht besonders gut, aber ich kann ja nur von meiner perspektive ausgehen: ich habe das bekommen, was ich erwartet habe, und ich fands auf jeden fall sehenswert!

  7. Razorbladr sagt:

    Immer das gleiche
    Original und Remake unterscheiden sich und schon sind die Fans enttäuscht. Dabei ist doch eigentlichsonnenklar, dass es jetzt ein anderer Film ist als damals.

  8. bluebird sagt:

    tron
    ich bin absoluter tronfan, aber ich habe mich noch nicht getraut den neuen anschauen, weil eben soviele schlechte kritiken rauskamen. mal schauen was ich diesen sonntag mache 😉

  9. Patrick sagt:

    Popcornkino
    Optisch ist der film ansprechend, der Inhalt ist äußerst dümmlich. Insgesammt ideales Sonntags-Popcornkino. Da kann ich dem Artikel zustimmen.

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