Kultur

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Theatertipp: UNDINE GEHT an Land

17. Mai 2013 • Kultur

Die Undine existiert in vielfältigster Art und Weise in der Stoffgeschichte der Literatur. Doch Ingeborg Bachmann ist die erste, die dem männermordenden und seelenlosen Fabelwesen Gefühle zugesteht. Wütend, rasend und verletzt schwört sie den Männern ab, um dann in einem schwachen Moment doch wieder Sehnsucht nach ihrem Hans zu haben. Getrieben von der ewigen Unruhe, schwankt sie hin und her wie die Gezeiten des Meeres.

Die Regisseurin Elisabeth Augustin stellt Werke von Woody Allen, Paracelsus, Jean Giradoux und Anderen, denen von Ingeborg Bachmann gegenüber, oftmals ohne konkrete Überleitungen. Daraus folgen relativ harte Brüche, die zum Nachdenken anregen und den Zuseher aus dem Berieselungs-Modus reißen. Die Umsetzung reicht von der puren Rezitation bis hin zur Darbietung in Verbindung mit Musik.

Das Ergebnis ist eine intelligente Collage aus Text und Musik, das Stück regt zum Nachdenken an und sorgt gleichzeitig für amüsante Momente.

UNDINE GEHT an Land
Kosmos Theater

Foto (c) Bettina Frenzel

www.theatania.at – das Online-Theaterportal für Wien – bringt Menschen zusammen, die gerne ins Theater gehen, und hilft ihnen, sich einen schnellen Überblick über Sehenswertes in der Wiener Theaterszene zu verschaffen.

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