Kultur – Musik

SuperHeavy

SuperHeavy – das Debütabum. Eine Kritik.

23. September 2011 • Musik

"Superheavy" heißt das Projekt von Mick Jagger, Dave Stewart, Damian Marley, Joss Stone und A.R. Rahman, dessen Debütalbum soeben erschien. Eine Kritik eines generischen, harmlosen Albums.

Natürlich, Mick und Keith sind zerstritten, genau wie seit neuestem Fendrich und Ambros. Liegt daran, dass „Onkel Keef“ in seiner Autobiographie nur wenig schmeichelhafte Worte für den Stones-Frontman fand und Sachen sagte, von denen Sir Mick nur wenig begeistert war. Und ja, vielleicht ist das Faktum, dass Jagger nun mit „Superheavy“ ein All Star-Projekt ins Leben rief, auch ein versuchter Mittelfingerzeig in Richtung Richards, dem das allerdings herzlich scheißegal sein dürfte.

Ein kurzes Ui ging aber schon durch den Blätterwald, als Jagger ankündigte, mit Dave Stewart, Damian Marley, Joss Stone und A.R. Rahman ein Musikprojekt ins Leben zu rufen, dessen Debütalbum (inklusive der Single „Miracle Worker“) nun erschien. Und wie so oft bei sogenannten Supergroups ist das alles weniger als aufregend ausgefallen.

Fazit:

Man ist mit leeren Händen ins Studio gekommen und ist mit einer Platte raus gegangen, und das in recht kurzer Zeit. Dementsprechend konstruiert, generisch, klingt das Ganze. Auch wenn der Sound modern klingen soll, haftet dem ganzen eine Achtziger Jahre-Ästhetik an und das Meiste der Platte plätschert belanglos dahin.

Ein paar kleinere Rockgesten, geteilter Gesang und sehr viel Raggae: Damian Marleys Einfluss ist auf der Platte der Präsenteste, den von Stewart hört man überhaupt nicht raus und Jagger darf eine Altherrenballade singen – hängen bleibt allerdings gar nichts.

Klar, die Zielsetzung klingt aufregend: unterschiedlichste Stile, unterschiedlichste Protagonisten kommen zusammen um einen bunten Stilmix zu kreieren. Klingen tut das ganze aufgesetzt, gewollt, unspontan, generisch und altbacken. Von vorne bis hinten. Aufregend, frisch und bunt ist da gar nichts. Dafür hat alles schön viel Kompressor. SuperHeavy ist nicht nur ein dummer Name, er ist auch sehr irreführend – weil heavy ist das ganze genau so wenig wie super.

(MB)

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