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Klaus Eppele - Fotolia.com

Stadtbekannt leaks: moderne Erziehungsmethoden

17. Mai 2012 • Skurriles

„Wir alle sind etwas geworden“ behauptet er unlängt, fast alle, denn Uwe „Part of the Game“ Scheuch hat offenbar wenig aus seiner Schulzeit gelernt, fordert er in einer ORF-Sendung doch tatsächlich eine „Tetsch’n“ für aufmümpfige Schüler. Doch auch wenn er im Nachhinein abwiegelt und von einem Missverständnis spricht – stadtbekannt wurden Geheimdokumente zugespielt, die eine möglicherweise von langer Hand geplante Gesetzesnovelle zum Österreichischen Schulgesetz beinhalten.

Hier also streng geheime Auszüge aus der 1. Gesetzesnovelle zum Sch.Ges.Buch (Scheuch-Gesetzbuch) für Kärntner Schulen.

§1

Der Schulunterricht beginnt pünktlich um acht Uhr. Betritt ein Schüler oder eine Schülerin nach dem Pausenläuten das Klassenzimmer ist dieser oder diese je nach Grobheit des Verstoßes mit mindestens einer bis maximal fünf Tetschen zu Bestrafen – die Festigkeit der Tetschen liegt hierbei im Ermessen der Lehrkraft.

§7, Abs.4

Das unentschuldigte Nichterscheinen eines Schulpflichtigen ist mit ein bis zweimaliger Brennessel zu bestrafen, wobei die Brennessel laut §12 Sch.ges.Buch ein Lehrerseits beidhändiges, schmerzhaftes Gegeneinanderverdrehen der Unterarmhaut zu Lasten des Schulpflichtigen darstellt.

§15

Stromschläge sind als pädagogisches Mittel nur im Physikunterricht einzusetzen, da sie zusätzlich zum Bestrafungseffekt auch als anschauliches Beispiel zum Elektronenfluss dienen. Hierbei ist eine Stromstärke von 100V nicht zu überschreiten.

§16

Aufrührerische Bemerkungen, die der Stabilität des Landes Kärnten Schaden zufügen könnten sowie falsches Singen der Landeshymne wird mit Schwitzkasten von nicht unter zwei Minuten bestraft. Der Schwitzkasten wird verstanden als ein Unterarmwürgegriff, wobei der Lehrkörper den Schüler von hinten zwischen seinem Arm und seinem Bruskorb einklemmt, um den Schüler festzuhalten. (Siehe §8 – Festhaltetechniken, nach Absatz 2: Polizeigriff)

Abs. 2

Bei besonders schwerwiegendem Verhalten wird der Schwitzkasten mit einer Kopfnuss abgeschlossen, womit ein kurzer Schlag mit den Handknöcheln der freien Lehrerhand gegen den Kopf des Schülers bezeichnet wird.

§26

Nichtgemachte Hausübungen sind mit einem Ohrenreiberl zu bestrafen. Ein Ohrenreiberl bezeichnet das beidhändige Reiben von gleichzeitig beiden Ohren des Schulpflichtigen gegen die Schädelseite und wird für drei bis zehn Sekunden von der Lehrkraft ausgeführt. Sind die Ohren des Delinquenten nach erfolgter Behandlung rot und heiß, so gilt diese als abgeschlossen.

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