Kultur – Film / TV

Saturday Night Fever

Saturday Night Fever 5.6 – Viele Haare, ein bisschen Stalking und Fremdschämen auf höchstem Niveau

22. November 2011 • Film / TV

Auch diesen Dienstag blieb die stadtbekannt-Redaktion nicht verschont vom SNF-Wahnsinn. So hielten wir tapfer 85 Minuten durch, nicht ohne unser kleines Trauma-Erlebnis mit euch zu teilen. Während die Buben immer noch mit Urlauben beschäftigt sind, kehrt mit Vanessa eine altbekannte und viel gefürchtete Protagonistin zurück. Ganz nebenbei setzen zwei Patricks ganz neue Maßstäbe fürs – äh – Flirten.

Time to say goodbye..

Die Buben hören gar nicht mehr auf zu Urlauben – auch in der 6. Folge der aktuellen Staffel treiben die Buben Unfug auf Mallorca. Während Kampftrinker Eigi und Pichla nicht mehr genau wissen, was alles in der vergangenen Nacht passiert ist, hat Papa Molti wieder mal vollen Durch- und Überblick. Deswegen weiß er auch, dass der Abtrünnige Spotzl seinen Rausch neben dem Aufzug ausschläft. Aber verkatert gilt nicht als Ausrede – die letzten Sonnenstrahlen vor dem Rückflug sollen am Strand verbracht werden.

Nur ein kleines Problem gibt es hierbei: Das Geld ist langsam knapp, und so wird das verkaufskräftige Duo Eigi und Pichla vorgeschickt, um Handtücher zu verkaufen. Kaum zwei Euro verdient, wird das Geld für Bier auf den Kopf gestellt. Als dann noch die schönste Frau der Welt den Strand auf und ab sprintet, scheint das Bubenglück perfekt. Am Abend wird wieder einmal das gemacht, was die Buben am besten können: trinken. Obwohl uns das wohl lustigste Trinkspiel der Welt zwar amüsiert und auch Eigis Versuch, den Alkohol direkt ins Gehirn zu schütten, uns nicht kalt lässt, ist das alles nichts dagegen, was sonst noch in der letzten Folge passierte.

Rette sich, wer kann – Vanessa is back!

Könnt ihr euch noch an Vanessa erinnern? Wenn nicht, habt ihr diese Grazie höchstwahrscheinlich verdrängt, wir haben vollstes Verständnis. Und um noch eins draufzusetzen, hat ihr ATV dieses Mal eine mindestens ebenso interessante Persönlichkeit zur Seite gestellt – Maggie. Maggie ist nicht nur Frisörin, sie kennt sich noch dazu wirklich gut mit Autos aus und hält ihr Schatzi an kurzer Leine. Außerdem ist Maggie wohl die Verkörperlichung eines Proleten-(Alb)Traumes, von Kopf bis Fuß wurde da mit Blondierung, Gel und Soli nicht gespart.

Da Vanessa unbedingt einen neuen Freund braucht, werden alle notwendigen Vorkehrungen für ihr Date am Abend getroffen. Frisörin Maggie überredet sie zu einer neuen Tasche (welch Ironie!), neuer Frisur und unterstützt sie tatkräftig beim Styling vorab – man will ja perfekt sein am Abend. Mit Locken am Kopf (Männer wollen kleine, unschuldige Mädchen) und neuer Tasche wird in der Wohnung von Maggie und Schatzi MakeUp in dicken Schichten aufgetragen. Ihr wolltet immer schon wissen, warum Frauen so lange brauchen im Bad? Vanessa erklärt es uns: Schöne Frauen brauchen eben lange, um schön zu sein, hässliche hingegen sollten keine Zeit verschwenden, da ist eh nichts mehr zu retten.

Amir heißt das Date von Vanessa, und so sitzt die vierköpfige Truppe am Abend bei lustigen Longdrinks zusammen. Viel braucht es nicht, um Vanessa von Amir zu überzeugen, Maggie ist schon lange begeistert von Vanessas neuer Flame: Der hat nämlich ein ganz starkes Auto, batzbatz, Erste, Zweite, Dritte, vastehst!?!? Und obwohl Vanessas Haare meier gegangen sind bei der Autofahrt am Nachmittag, nimmt Amir die Grazie mit nach Hause, ins große Bett. Happy End also, und vielleicht ist das ja so, wie mit Geistern: Haben sie ihre Aufgabe erfüllt, verschwinden sie für immer?

Schlimmer geht es immer – Harry Potter für Arme

Wer jetzt gedacht hat, mit Vanessa wurde der Höhepunkt der gestrigen Folge erreicht, der täuscht sich gewaltig. Den Vogel schossen die beiden Patricks ab, die mit Zaubertricks, überwältigendem musikalischen Talent und einem Schuss Soziopathie die Frauenwelt erobern wollen. Falls ihr es noch nicht gewusst habt: Frauen lassen sich nämlich unheimlich gerne anfassen, wenn Männer mit dem Feuer spielen, Hintern, Babies, alles darf betatscht werden, solange man nur die richtigen Zaubertricks auf Lager hat. Sogar einen Busen ohne BH hat er schon angegriffen, schwört der eine Patrick, und lächelt verträumt. Nun gut.

Sogar eine Pole haben die beiden zuhause stehen, denn wenn Frauen so etwas sehen, wird sofort die innere Stripperin erweckt, und sie können gar nicht anders, als um die Stange zu tanzen. Und als ob das nicht schon creepy genug wäre, setzen die beiden Patricks mit ihren Beauty-Tipps sogar noch einen drauf: Während der erste gerne lange genießt, sich lange hübsch macht, ist der andere mit einem schnellen Styling glücklich. Und ihr glaubt, das war es jetzt schon?

Nachdem die beiden zuhause den Abend ins Detail geplant haben, geht es auf die Piste, wo die beiden ohne jegliche soziale Intelligenz versuchen, die Frauenherzen dieser Welt für sich zu gewinnen. Kaum haben die Patricks zwei Opfer gefunden, werden diese sogar durch halb Wien verfolgt – ihnen entkommt keine! Bis in den nächsten Club sind die beiden den Damen nachgeschlichen, um dort weiter aufzulauern. Stalking ist das aber natürlich nicht, schon klar, alles im grünen Bereich. Als sich einer der Patricks endlich ein Herz fasst und die vermeintlich lesbischen Mädchen (die halten Händchen) anspricht, wird die ganze Storyline ad absurdum geführt. Wer jetzt mit der Abfuhr des Jahrtausends gerechnet hat, wird enttäuscht, denn die beiden Mädls sind sogar ganz angetan von den Patricks, lassen sich Zaubertricks vorführen und sogar ein bisschen auf den Hintern greifen. Wer die Welt jetzt nicht mehr versteht, dem sei gesagt: Nach Hause gegangen sind sie dann trotzdem alleine.

Fazit

Auch diese Folge von SNF war schwer verstörend, ziemlich unterhaltsam und prädestiniert zum Fremdschämen gleichzeitig. Ab und zu hat es ein bisschen weh getan, manchmal haben wir uns vor den Patricks gefürchtet – alles in allem ein Gefühlsfeuerwerk sondergleichen.

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Bild: (c) atv.at

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