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Saisonkalender: Obst im Jänner / Februar

12. November 2013 • Allgemein

Der tiefste Winter bricht herein, und Österreich geht das frische Obst aus. Lediglich Äpfel und Birnen halten sich noch in den Lagern. Wie übersteht man nun die Durststrecke? Am besten, man gönnt sich Zitrusfrüchte aus dem sonnigeren und wärmeren Süden Europas.

Most famous

Wir lieben sie als Saft gleichermaßen wie als fruchtige Erfrischung für Zwischendurch: Die Orange, das weltweit am meisten verbreitete Zitrusobst. Entstanden ist die Orange eigentlich in China durch die Kreuzung von Mandarinen- mit Pampelmusenbäumen. Europäische Orangen wachsen traditionell in Spanien und Italien, wo es auch im Winter warm genug ist für die Ernte.

Wer Erkältungen vorbeugen möchte, kann sich schon mit einem Glas frisch gepresstem Orangensaft pro Tag wappnen. Die Früchte strotzen nämlich nur so vor Vitamin C. Auch toll: Der Geruch der Schalen. Als duftende Dekoration für den winterlichen Esstisch empfehlen wir nelkengespickte Orangen.

Aufpassen sollte man nur bei der Lagerung. Die kugeligen Zitrusfrüchte sind nämlich nicht gerade sozial und hassen das Gestapelt-werden in Obstschüsseln. Auch anderes Obst sollte möglichst nicht dauerhaft mit Orangen in Berührung kommen. Dieses fault in der Nachbarschaft von Zitrusfrüchten nämlich um einiges schneller.

Mandarine vs. Clementine

Eine praktischere Jause gibt es kaum. Klein, rund, orange, hoch aromatisch. Man bekommt sie überall und noch dazu recht günstig: Mandarinen und Clementinen. Der Unterschied ist nicht allen bekannt. Während die Mandarine schon seit Jahrtausenden in Südostasien kultiviert wird und erst im 19. Jahrhundert ins südliche Europa gelangte, ist die Clementine eine relativ junge Zuchtgattung, die aus der Kreuzung von Orange und Mandarine hervorgegangen ist. Im Gegensatz zu Mandarinen haben Clementinen keine Kerne.

Wie Orangen sind auch diese Zitrusfrüchte wunderbare Vitamin-C-Bomben. Schon zwei Mandarinen reichen aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken!

Pomelo macht froh

Die (nicht der, wohlgemerkt) Pomelo ist hierzulande noch weniger bekannt. Doch ihr Siegeszug durch die Supermärkte hat schon begonnen. Sie ist groß, schwer, dickschalig und hellgelb mit einem weißlich-gelben, saftigen Fruchtfleisch. Geschmacklich zeichnet sie sich durch ein mäßig intensives, säuerlich-erfrischendes Aroma aus.

Tipp: Pomelos am besten roh genießen. Hierzu die Frucht mit dem Messer schälen und wie eine Orange in Spalten zerteilen. Das weiße Häutchen um die Spalten wird vor dem Verzehr abgeschält, es ist zu ledrig zum mitessen. Pomelos harmonieren aber auch mit Meeresfrüchten oder Geflügel und finden auch gerne einmal den Weg in ausgefallenere Salatkreationen!

Süß-saure Zwergerl

Wo die Pomelo groß und mild ist, präsentiert sich die Kumquat klein und intensiv süß-sauer mit einer herben Note. Die als „Zwergorangen“ bekannten glatthäutigen und dunkelorangen Früchtchen werden mitsamt der Schale gegessen. Einerseits gestaltet sich das Schälen schwierig und zahlt sich bei einer Fruchtgröße von etwa 5 cm kaum aus. Andererseits trägt die Schale aber auch viel zum Geschmackserlebnis Kumquat bei: Je länger man sie kaut, desto süßer wird sie.

Verwendet werden Kumquats vor allem in Obstsalaten, Süßspeisen, Cremes, Marmeladen oder auch als Dekoration für Wild- und Geflügelgerichte. Erhältlich sind sie nicht überall, doch gut sortierte Märkte haben sie meist im Angebot!

Too much?

Wer sich nun aber am liebsten ganz in Zitrusfrüchten eindecken würde, der sei gewarnt: Zu viel ist zu viel. Es ist also nicht anzuraten, täglich literweise Zitronensaft zu trinken oder ein Netz Orangen zu verdrücken. Weder Magen noch Zähne vertragen derartig hohe Dosen an Zitronensäure. Außerdem kühlen Zitrusfrüchte den Körper von innen ab – im Winter eine strategisch ungünstige Sache.

In Maßen genossen haben Zitrusfrüchte jedoch eine Menge positiver Auswirkungen auf den Körper. Sie sind kalorienarm und vitaminreich zugleich und enthalten neben massenhaft Vitamin C auch Vitamin B und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium und Eisen. Durch regelmäßigen Konsum von Zitrusfrüchten (und zwar nicht nur im Orangenpunsch!) können auch Cholesterinspiegel und Blutdruck nachhaltig gesenkt werden.

Wir wünschen einen guten Appetit, und mögen die Früchte immer in eurer Nähe sein!

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