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Naschmarkt Gemüse (c) Mautner stadtbekannt.at
Naschmarkt Gemüse (c) Mautner stadtbekannt.at

Saisonkalender: Gemüse im November / Dezember

8. November 2013 • Essen

Es gibt kaum eine bessere Vorbeugung gegen Grippe als eine kräftige Gemüsesuppe. Am besten mit regionalen Zutaten. Doch welches Gemüse wächst gerade in Österreich oder hält sich bis in den Winter? Wir haben uns ein wenig umgesehen.

Bluza for health

Sein hämisches Grinsen, das wir von Halloween kennen, sollte eigentlich ein freundliches Lächeln sein. Denn der Speisekürbis ist überaus gesund: Kalorienarm und gleichzeitig reich an Calium, Calcium, Zink, Vitamin C und Vitamin A sorgt er für einen guten Start in den Winter.

Reifezeit ist zwar schon im Frühherbst, doch ist das Gemüse bestens lagerbar. Bis ins Frühjahr halten sich unbeschädigte Exemplare, vorausgesetzt, sie befinden sich an einem kühlen, trockenen und frostgeschützten Ort.

Maran Vegan Kürbis (c) Neumann stadtbekannt

Äußerlich wie geschmacklich gleicht kaum eine Kürbisart der anderen. In Österreich werden vor allem Muskatkürbisse (groß und orange mit gerippter Schale) und Gartenkürbisse (etwas kleiner, verschiedene Färbungen und Formen) zum Verzehr angebaut. Für die Gewinnung des berühmten steirischen Kürbiskernöls verwendet man Ölkürbisse.

Früher als Viehfutter oder Armeleuteessen verschmäht, hat sich der Kürbis längst in der Küche breit gemacht. Ob als leckere Kürbiscremesuppe, im Risotto, in der Gemüsepfanne oder als saftiger Kürbiskuchen – er schmeckt eigentlich immer. Wie beliebt der Kürbis ist, zeigt die Tatsache, dass es inzwischen sogar eine Riesenkürbis-Staatsmeisterschaft gibt. Der schwerste „Bluza“, der dieses Jahr in Tulln prämiert wurde, wog satte 669 kg!

Hart, härter, Vogerlsalat

Er ist das vielleicht härteste Gemüse Österreichs: Der Vogerlsalat, auch als Feldsalat bekannt. Anspruchslos und genügsam wie er ist, überlebt er selbst auf kargen Böden und bei Temperaturen bis zu -15°C. Haupterntezeit ist zwischen Oktober und Mai. Der Salat kann selbst bei Schneelage geerntet werden.

Zubereitungsmöglichkeiten für Vogerlsalat gibt es viele. Neben den klassischen Salatdressings können auch Erdäpfel, Käse oder Speck den grünen Genusslieferanten aufpeppen. Besonderer Tipp: Kürbiskernöl darüber träufeln!

Der Kindheitsschreck neu entdeckt

Bei vielen wird allein das Erwähnen des Wortes „Kohlsprossen“ (in Deutschland Rosenkohl) ausreichen, damit sie angewidert das Gesicht verziehen. Doch wie so vieles, was man als Kind nicht ausstehen konnte – sagen wir einmal, Spinat, Sellerie, Blumenkohl oder Broccoli – verdienen die Kohlsprossen eine zweite Chance.

Kohlsprossen zählen zur Familie des Gemüsekohls und sind bei uns ein klassisches Wintergemüse. Sie werden November bis Februar geerntet. Im Rohzustand sind sie klein, rund und grün. Genießbar werden sie, indem man sie zunächst einfriert und dann kocht. So werden sie weich und verlieren die typischen Bitterstoffe.

Wie das meiste Kohlgemüse haben Kohlsprossen zu Unrecht einen schlechten Ruf. Sie passen als Beilage hervorragend zu Fleischgerichten, lassen sich richtig gewürzt zu Saucen und Suppen verarbeiten und sind gratiniert ein wahrer Leckerbissen.

Lange Stange

Ein klassischer wie beliebter Küchen-Allrounder der kalten Jahreszeit ist der Lauch, auch Porree genannt. Er wächst in Österreich fast das ganze Jahr über im Freien. Sein unterer, weißer Teil schmeckt mild-würzig, während die grünen Stiele ins scharf-derbe tendieren.

Lauch ist, ähnlich wie die schärfere Zwiebel, vielseitig verwendbar. Besonders gut schmeckt Lauch in Erdäpfelgerichten, in der Suppe, als Würze in Champignonsauce oder einfach geschnitten auf dem Butterbrot.

Und noch viel mehr…

Dass hier nur eine kleine Auswahl präsentiert werden kann, versteht sich von selbst. Wer weiteres regionales Wintergemüse sucht, der sollte es einmal mit Kohl, Roten Rüben, oder Endiviensalat versuchen. Heimische Karotten und Erdäpfel sind beinah das ganze Jahr über erhältlich!



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