Kultur – Film / TV

Saturday Night Fever Season 4

SNF 4.6 – Auf’m Land da gibt’s ka Gnade

9. Februar 2011 • Film / TV15 Kommentare zu SNF 4.6 – Auf’m Land da gibt’s ka Gnade

Wie hieß es vergangene Woche bei stadtbekannt? "Tiaf, tiafer, Saturday Night Fever" Gefühlt sind wir mit der gestrigen Folge also schon nahe dem Erdkern angelangt.
Dabei hätte es so romantisch werden können. Endlich trafen wir wieder auf das heimliche Traumpaar der Serie Benjy und July. Also fast, wenn July da gewesen wäre…
Für etwas Amstetten-Feeling in Wien sorgten die zwei Oberösterreichischen Grazien Dani und Cora. Und was läge für zwei Landschönheiten mit so hohen Ansprüchen (Dani: "A Kroate muss es sein") näher als eine Partynacht im Bermuda-Dreieck.
Das Tiaf-Light und zweifellos die Entdeckung des Abends waren aber sicher Mauke und seine Jungs. Wohl noch bei niemandem ließ der Alkohol die Gräben zwischen Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung so tief klaffen.

Von den bekannten Lieblingen war gestern leider niemand dabei, was vielleicht auch ganz gut so war. Was gestern geboten wurde hätte wohl sogar dem Dynamic Duo Pichla und Eigi die Schamesröte ins Gesicht getrieben.


Go West, life ist leiwand there…

Reisen bildet, das dachte sich wohl auch 1210-Benjy. Und wer die Sonnenbräune ohnehin schon aus Münz-Malle hat, der braucht auch nicht in den Süden zu fahren, sondern kann es im Westen, besser gesagt in Oberösterreich versuchen. In Linz wollte er mit seiner Angebeteten July ausgehen. Wohl dass die beiden nicht zu sehr allein sind hatte sich auch Freund Raphy, dem die Beziehung ohnehin ein Dorn im Auge ist, zum Kurztrip eingeladen und brachte gleich noch einen sehr wortkargen Rene mit.
Nun noch schnell die Angebetete abholen und schon konnte der Party-Express gen Westen dampfen. Eile war geboten wusste Benjy:"wenn ich zu spät komm zur July, dann bekomm ich am Abend keinen Sex… meinen Sex. Nicht einmal wenn er (Raphy) der Papst ist lass ich mich da aufhalten."

Doch weil Benjy nun mal nicht Romeo ist und auch noch zwanzig Minuten zu spät kam war keine Julia am Balkon, auch nicht auf der Straße oder am Gehsteig. Einfach nirgends. In solch harten Stunden zeigt sich wer ein wahrer Freund ist. So einer lacht nämlich und freut sich dass er recht hatte, wenn einen die Freundin versetzt. Zumindest sieht das Raphy so. Es scheint nicht unbedingt die Sensibilität anzuregen seine innigste private Beziehung zu einer Gummipuppe namens "Rebekka" zu hegen.

Ohne Frau, aber mit umso mehr Motivation ging es also Richtung Westen und weil man sich in Oberösterreich schon in Tirol wähnte und wohl nicht noch unabsichtlich in der Schweiz landen wollte lässt man es dort gut sein und quartierte sich dort in einem schmucken Landgasthof ein. Die daheim gebliebene Frau war da schon fast vergessen, sind ohne sie sogar die Betten größer. Win-win mochte man glauben. Doch da musste sie sich wieder melden und schien von der unsterblichen Liebe zu Benjy gar nicht mehr so überzeugt zu sein. Der legte sich heftig ins Zeug um ihr seinen Standpunkt klar zu machen und bewies nebenbei, dass es durchaus möglich ist ein Beziehungsgespräch fast ausschließlich mit den Worten "Heast" und "Oida" zu führen. Schließlich hieß es für Oid-Ello Benjy und I-Oag-O Raphy in die Disco aufzubrechen. Denn dort warten schon neue Frauen…

Die Eine hat’s, die andere will’s

Nachdem die 1210-Oida-Crew auf der Suche nach Spaß und guter Laune gen Westen ritten musste natürlich das galaktische Gleichgewicht wieder hergestellt werden indem die beiden Amstettnerinnen Cora und Dani nach Wien kamen. Dort lässt es sich nämlich super ausgehen. Nicht unbedingt aber am Badeschiff wie die beiden bald feststellen mussten. Was machen zwei Damen von Welt auf der Suche nach Zerstreuung in so einer vertrackten Lage? Genau, sie gehen ins Bermuda-Dreieck. Dort findet man nämlich die schönsten "Schnitten".
Cora schien sich ihre schon vorher nicht gerade hohen Männer-Ansprüche mit jedem Glas mehr vom Leib zu spülen. Ließ sie ihre Freundin doch schon vor dem Fortgehen wissen: "Wennst an *Piep* hättest oder a Sixpack würd ich dich sofort heiraten." Im Laufe des Abends stellte sich heraus: mit dem Sixpack war wohl eher ein Sechser-Tragerl und keine Bauchmuskeln gemeint. Die vom Table-Dance ihrer Freundin etwas irritierte Dani war unterdessen immer noch sicher: Ihr Mann muss ein Kroate sein. Der fesche Manuel war das leider nicht und drum wurde es auch nix mit ihm.

Diese nationale Fixierung kann ich selbst gut verstehen. Wenn eine Frau nicht aus Bhutan oder von den Osterinseln kommt hat sie bei mir keine Chance! Für alle die ebenso wie Dani nur Kroaten oder Kroatinnen anziehend finden sei eine riesige Freiluft-Disco ein paar Autostunden südlich von Wien empfohlen, sie nennt sich Zagreb. Weniger anspruchsvoll gab sich derweilen Freundin Cora. Nach ausgiebigem Vom-Körper-Schlürfen alkoholischer Getränke machte sie sich mit einem Unbekannten Schönen auf Richtung in Quartier. Es konnte einem fast warm ums Herz werden im Angesicht des romantischen Unternehmens "Trink ma si gegenseitig schen". Was macht es da auch wenn man auf dem Heimweg wohl die Operntoilette für Schloss Schönbrunn hält. Die prinzipientreue Dani dagegen konnte nur schwankend und allein von dannen stöckeln. (Anm. d. A.: Sie sieht High Heels, ich sehe einen Bänderriss…) Quod erat demonstrandum: Wer haglich ist bleibt über.

Sie sind gelandet…

Nach längerer Pause machte Saturday Night Fever gestern wieder einmal Station in Kärnten. Und was für eine. Das geht auf keine Kuhhaut mehr ist einerseits schwer untertrieben, andererseits aber auch wieder recht passend für das gestrige Treiben im südlichsten Bundesland. Bei Roman "Mauke", Alexander "Zwitti" und ihren Freunden schien der Übergang zwischen Brautschau und Nutztierausstellung recht fließend. Insbesondere Jungbauer Mauke tat sich mit recht anschaulichen Kuh-Metaphern hervor:"Bei den Kühen ist’s gleich, die haben auch alle einen Namen. Für mich heißt aber jede Kuh Berta."
Dass die sich dadurch nicht unbedingt geschmeichelt fühlen wollte ihm nicht so ganz einleuchten: "Ka Ahnung warum die Weiber immer weglaufen, ich versteh’s halt nit." Letzteres bewies er anschaulich beim Besuch einer Villacher Discothek. Schon ordentlich angeglüht begab er sich so gleich auf die Pirsch. Die letzte Zeit schien nicht ganz so erfolgreich gewesen zu sein: "Frauen gehen weg, drehen sich um sagen sie gehen kurz aufs Klo und sind dann weg, dann kann ich wieer allein schlafen." Doch heute sollte alles anders werden. Volltrunken und sexlüstern, so wie es Frauen eben gerne haben, machte er sich sofort an das erste Mädchen heran. Ein Tanz, ein Griff, ein Klatsch.

Seine Eroberungstaktik war bald klar: Zuerst auf Brüste und Hintern grabschen und dann eröffnen, dass er nun bereit zum Beischlaf sei. Seine ganze Verführungskunst bot er auf, als er vor einem sichtlich angeekelten Mädel seinen Bauch präsentierte und über die Vorzüge eines Bierbauches philosophierte. Aber wieder nix. Nicht einmal angreifen wollte sie. Um es kurz zu machen das Fazit des traurigen Abends: Vier Abfuhren, zwei Ohrfeigen, eine Fast-Schlägerei mit dem erbosten Freund einer Angebratenen, sowie natürlich ein Vollrausch. Den angesäuerten Freund ließ er zum Abschluss noch wissen: "I bin so a Riegel." Für alle die den feurigen Südländer dabei nicht ganz verstanden haben: Nein, er wollte damit nicht bestätigen, dass er so weich wie ein Mars ist, sondern auf seine (vor allem ihn) beeindruckende physische Präsenz hinweisen. Wohl besonders auf den Bierbauch…

Fazit:

Zusammenfassend ist zu bemerken, dass die gestrige Folge wirklich nicht das gelbe vom Ei war. Zwei eher langweilige Erzählstänge und einer der jeder Beschreibung spottet. Gegen das Schauspiel im Land der Seen wirkt sogar jede Sauftour von Molit, Spotzl und Co. wie ein Mensa-Treffen.
Genug davon, lasst Gnade walten. Back to the Fantastic Four!

Ausblick: Benjy will July in der Disco vergessen,fühlt sich nicht nur am Ort sondern auch in der Zeit versetzt
Zwischen Olli und Julia stimmt es nicht mehr so ganz. Er will sich mit einer anderen trösten

Tara, das Video

Saturday Night Fever – Staffel 1

Saturday Night Fever – Staffel 2

Saturday Night Fever – Staffel 3

Saturday Night Fever – 4.1 – ein Resümee zum Staffelaftakt

Saturday Night Fever – 4.2

Saturday Night Fever – 4.3 – 4 Buben, 2 Carinas und eine Dorli

Saturday Night Fever – 4.4 und 4.5 – Tiaf, tiafer, Saturday Night Fever

Bild: Copyright www.atv.at.

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15 Antworten auf SNF 4.6 – Auf’m Land da gibt’s ka Gnade – Verstecken

  1. Charles sagt:

    Großraumdisco Zagreb
    Top! Absolut top!

  2. Vera sagt:

    Der Mauke
    hätte in den USA schon lange eine Klage wegen sexueller Belästigung. Unglaublich was Dummheit gepaart mit sexueller Frustration aus manchem Mann macht.

  3. SFN sagt:


    gestern war echt fad und ganz schlecht. das 1. mal, dass ich umgeschalten bzw. abgeschalten hab 😉

  4. King Pichler sagt:

    Warum rezensiert ihr das eigentlich
    jede Woche, wenns euch scheinbar eh nicht gefällt?

  5. stadtbekannt sagt:

    @king pichler
    Wir halten SNF auch in schlechten Zeiten die Treue 😉

  6. King Pichler sagt:

    aber warum?
    Ich meine ihr rezensiert ja auch nicht Helden von Morgen, oder das Puls4 Frühstücksfernsehen,

  7. Patrick sagt:

    wirklich witzig zu lesen
    war die beste Rezensionseit langem. Vor allem Münz Malle und Zagreb als Disco, musste sehr lachen. Auch die vielen Erklärungsversuche für das seltsame Verhalten der STFs sind unterhaltsam;-)

  8. terror sagt:

    SNF
    wir rezensieren SNF, weil wir es in der tiefe unserer herzen lieben. fremdschämen war noch nie so schön.

  9. stradtbekannt sagt:

    rezension
    @king pichler: wir schätzen die unterhaltsamkeit des formates und kritisieren entwicklungen die uns missfallen. für positive fortentwicklungen vertrauen wir sehr auf dich und deine jungs (o:

  10. Manu sagt:

    Benjy
    warum haben die Floridsdorfer Oberösterreich eigentlich für Tirol gehalten, war irgendwie völlig unverständlich. Am besten war aber wie sie gemeint haben, dass sie ja den Kindern einmal etwas erzählen wollen.

  11. King Pichler sagt:

    na dann
    werden wir uns bemühen;-)

  12. überlebt sagt:

    SNF ist nicht mehr so toll
    irgendwie jedes mal das selbe. Aber wenn es irgendwann einmal kein Quotenhit mehr ist, was kommt dann?

  13. Joe sagt:

    was sonst?
    na dann gibt’s "monday night fever – so feiern österreichs studis"
    montag ist ja bekanntlich der neue samstag (o;

  14. Simmeringer sagt:

    genau
    und im Flex wird ein fixes Studio eingerichtet

  15. snf-fan sagt:

    bundesländer
    warum fahren nicht die st. pöltner jungs weiter durch die bundesländer und zeigen wie man richtig party macht?

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