Kultur – Musik

R.E.M.

R.E.M. lösen sich auf.

22. September 2011 • Musik2 Kommentare zu R.E.M. lösen sich auf.

Es ist nicht das plötzliche Ende der Welt, aber überraschend kam es dann doch: nach 31 Jahren Bandgeschichte werfen R.E.M. das Handtuch – in aller Freundschaft, aber entgültig, wie es seitens der Band auf ihrer Homepage hieß.

„Given the choice
Given the heart
Given the tool
Given the word
Given the cheers“
(„Turn You Inside Out“, 1988)

Ins Jetzt kollabieren.

„Collapse Into Now“ war der Wendepunkt, das letzte Album der Band. Ein Punkt, an dem es zu überlegen galt, was jetzt kommen würde, in welche Richtung es gehen sollte. 31 Jahre lang gab es die Band rund um Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills – 31 Jahre, vierzehn Alben und mehrere Grammies – von Murmur 1983 bis eben jenem „Collapse Into Now“ dieses Jahr. Von all den Alben sind natürlich vor allem zwei in die Popgeschichte eingegangen: „Out Of Time“ und „Automatic For The People“ mit Songs wie, im ersten Fall, dem ewigen Klassiker „Losing My Religion“ und „Shiny Happy People“, bei zweiterem „Everybody Hurts“ und dem famosen „Man On The Moon“.

Schlusslinie.

Beim Bearbeiten einer Best-Of überlegte sich die Band, wie es fortan weitergehen soll, da „Collapse Into Now“ eine definitive Linie zieht. Eine Linie, die – in aller Freundschaft – als Schlusslinie erkannt wurde, so Mike Mills. Am Schönsten von allen hat es Michael Stipe in seinem Statement auf der Homepage der Band formuliert:

"A wise man once said–‚the skill in attending a party is knowing when it’s time to leave.‘ We built something extraordinary together. We did this thing. And now we’re going to walk away from it."

Der beste Zeitpunkt, die Party zu verlassen.

Und das ringt einem schon Respekt ab, die Entscheidung, die auch sicher keine leichte, aber eine sehr konsequente war. Es hätte auch durchaus weitergehen können, die Maschine R.E.M. läuft schließlich nach wie vor bestens. Und irgendwie nimmt man es Stipe und Co einfach ab, hier ging es nicht um den geringsten kommerziellen Gedanken, hier ging es einfach darum, das Ding gut zu Ende gebracht zu haben, den rechten Zeitpunkt erkannt zu haben.

Die Kunst, wie es Stipe gesagt hat, eine Party zum richtigen Zeitpunkt zu verlassen, ist eine, die nicht viele beherrschen. R.E.M. Haben die Party verlassen, leise und unprätentios.

Peter Buck: "Mike, Michael, Bill, Bertis, and I walk away as great friends. I know I will be seeing them in the future, just as I know I will be seeing everyone who has followed us and supported us through the years. Even if it’s only in the vinyl aisle of your local record store, or standing at the back of the club: watching a group of 19 year olds trying to change the world."

Na dann, auf bald, irgendwo. Und danke.

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2 Antworten auf R.E.M. lösen sich auf. – Verstecken

  1. Sarah sagt:

    Das hat mir gestern echt
    den Tag verdorben. Schade um diese großartige Band. Für mich the end of the world as i know it.

  2. Philipp K. sagt:

    jojo
    da domi heinzl hat grad gsagt, dass rem wieder zamm kommen, ich glaub domi heinzl !!!! 😀

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