Lifestyle – Skurriles

Polizei

Polizeieinsätze für alle!

5. Juli 2011 • Skurriles

Nachdem die ÖBB einen Zug räumen ließen hat sich stadtbekannt überlegt wo Polizeieinsätze noch durchaus angemessen wären.

Heiß hergegangen muss es vergangenen Samstag im ÖBB-Railjet von Budapest Richtung München sein. Wegen der beginnenden Schulferien war der Andrang der Reisenden, die am Wiener Westbahnhof in den Zug einsteigen wollten besonders groß. Was die ÖBB normalerweise freuen sollte wurde diesmal aber zum Ärgernis, quetschten sich doch viel zu viele Fahrgäste in den völlig überfüllten Zug. Nachdem die Schaffner festgestellt hatten „So geht’s nicht weiter“, weil die Türen nicht mehr frei erreichbar waren sollten nun Passagiere von Bord gehen. Darauf hatten wiederum diese – hatten sie doch gültige Tickets – keine Lust. Was macht man also in einer solchen Patt-Situation. Genau, man ruft die Polizei und die löst das Problem für einen. Die herbeigerufenen Freunde und Helfer räumten also den Zug und alle waren glücklich. Naja, eigentlich war niemand glücklich, aber zumindest die ÖBB konnte weiterfahren.

Dass es also in vielen Lebenslagen eine tolle Idee sein kann einfach einmal die Polizei zu rufen und Recht und Ordnung einzufordern.

Recht und Ordnung

Man sieht es immer wieder. Besonders ältere Menschen und kleine Kinder halten sich oft nicht an das vorgeschriebene Taubenfütterungsverbot in unseren Parks und an öffentlichen Plätzen. Das ist ein klarer Fall für eine Polizeiaktion. Mitgebrachte Polizeihunde können auch noch gleich ein paar der Tauben erlegen um Beweismittel zu sammeln.

Übriggebliebene Brotkrümel müssen natürlich unbedingt eingesammelt werden um sie durch das Kriminallabor wieder zu einem Gesamtbrot zusammensetzen zu lassen und sie den jeweiligen Tätern persönlich zuzuordnen. Sollten es mehrere Menschen gewesen sein die gleichzeitig Tauben gefüttert haben ist das nicht notwendig, können sie doch als kriminelle Vereinigung ohne Nachweis individueller Schuld verurteilt werden.

Freund und Helfer

Manchmal benötigt man aber weniger an Recht und Ordnung sondern sehnt den Freund und Helfer herbei.
Zwar fährt nun die Nacht-U-Bahn aber was tun, wenn man mit dem Auto unterwegs war und dann plötzlich ein paar alte Freunde getroffen hat mit denen man natürlich nicht am nächsten Beisel vorbeigehen kann? Der verantwortungsvolle Fahrer weiß natürlich, dass auch schon nach ein paar Spritzern die Hände vom Lenkrad zu lassen sind.

Die Lösung ist recht einfach. An diesem Punkt ist erst einmal weiterzutrinken bis zur offenkundigen vollkommenen Alkoholisierung. Anschließend muss man sich ins Auto setzen und bei der Polizei anrufen. Dort gilt es eine Anzeige zu machen, dass sich ein Betrunkener mit seinem Auto auf den Weg machen will und seinen genauen Standort durchzugeben. Anschließend kann man sich etwas ausschlafen bis die Polizei kommt, doch muss man genau darauf achten nicht den Zeitpunkt ihres Eintreffens zu versäumen. Dann nämlich sollte man die Hände sofort auf das Lenkrad legen, so tun als würde man den Schlüssel ins Schloss stecken und los fahren wollen.

Zur Untermauerung des festen Willens zur Straftat kann man dabei auch noch laute Brumm-Geräusche von sich geben. Sind die Polizisten dann eingetroffen kann man nun den ersten darum bitten einen nach Hause zu fahren, schließlich und endlich begeht man im Gegenzug dafür keine Straftat, und wenn der andere sehr lieb ist bringt er vielleicht sogar noch das Auto hinterher.

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