Lifestyle – Skurriles

Parlament

Parlament bald im Flex?

11. August 2011 • Skurriles

Nachdem das Dach einsturzgefährdet und das Parlament gesperrt ist suchen die Abgeordneten einen neuen Sitzungsort. Stadtbekannt überlegt wo.

Es ist zwar nicht so schlimm wie in dem kleinen gallischen Dorf von Asterix und Obelix, wo den EinwohnerInnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte, aber das riesige Glasdach im Parlament würde durchaus schon reichen, um einigen Schaden anzurichten. Droht die Heimat der Legislative schon seit langem zusammenzukrachen, ist nun Gefahr im Verzug. Bis Ende August bleibt der Sitzungssaal wegen akkuter Einsturzgefahr der Glasdecke gesperrt. Grund genug sich Gedanken zu machen, wo die ParlamentarierInnen während der Sanierung ihre Sitzungen abhalten sollen. Wir haben uns einige nicht ganz ernsthafte Optionen für ein kurzfristiges Exil überlegt.

Flex:
Das Flex hat zwar schon so manchen Absturz erlebt, aber Einstürze sind bisher doch eher unbekannt. In diesem Sinne können die ParlamentarierInnen sich hier recht sicher fühlen. Auch würden sich die Ausweichkosten auf den Eintritt beschränken.
Als großer Vorteil erweist sich auch die Erlaubnis vor dem Lokal herum sitzen zu dürfen, das würde auf der Parlamentsstiege wohl eher für Ärger sorgen. Mitgebrachte Getränke dürfen natürlich an beiden Orten nicht konsumiert werden.

Seit die Öffnungszeiten nun wieder auf 6:00 Uhr ausgedehnt wurden muss sich Ex-Kanzler Gusenbauer auch keine Sorgen mehr machen, dass alle schon um 16:00 Uhr heimgehen – hier gäb’s nämlich Sitzung die ganze Nacht lang.

Kiosk-Keller:
Nachdem es mit dem Berghain in Wien trotz großer Bemühungen seitens stadtbekannt nun leider doch nichts wird, stünde der riesige Luftschutzbunker im Keller wieder leer. Das muss doch nicht sein. An diesem idealen Sitzungsort müsste sich keinE AbgeordneteR mehr mit den lästigen WählerInnen dort oben herumschlagen. Manche Abgeordnete sollen schon begeistert angekündigt haben, das Niveau ihrer Reden dauerhaft dem Ambiente anzupassen.
Mel Merio ist auch bereits als neue Nationalratspräsidentin angefragt, während Barbara Prammer in der Zwischenzeit ihre Amtsgeschäfte übernehmen will.

Opern-Würstelstand:
Vollkommen verständlich ist die Kritik von FPÖ und BZÖ an den kolportierten Kosten von 300 bis 400 Millionen Euro für die Sanierung des Parlaments. Um die Ausgaben im Rahmen zu halten soll sich BZÖ-Mastermind Stefan Petzner bereit erklärt haben, die neue Beleuchtung anzubringen (er kündigte bereits an, die Lampen billig aus alten Solariumsbeständen beziehen zu können) und Heinz-Christian Strache will mauern. In der Zwischenzeit könnte der Opern-Würstelstand eine billige Alternative bieten. Durch die Nähe zum Haus am Ring könnte man Staatsgästen einreden, dies sei natürlich das Parlamentsgebäude, während die Sekretäre der Parlamentsclubs unauffällig eine Pappversion der Quadriga auf das Dach ziehen, um den Schwindel perfekt zu machen. Die Aufwendungen für die Parlamentskantine würden hier vollkommen entfallen.

Hanappi-Stadion:
Seit Rapid seine Heimspiele nicht mehr gezwungenermaßen unter Ausschluss der Öffentlichkeit austrägt, sondern sich dies zu einer dauerhaften Gewohnheit auszuwachsen scheint, steht einer Rückkehr der Hüttldofer auf die Pfarrwiese nichts mehr im Wege. Das damit entstandene Nutzungsproblem des Hanappi-Stadions könnte das Parlament durchaus lösen.

Anstatt sich in Fraktionen zu organisieren würden die Abgeordneten dort auf Ost- und West-Tribüne als Rapidler oder Austrianer aufgeteilt. Nationalräte aus den Bundesländern müssten leider am Rasen Platz nehmen, wo sie vom ehemaligen Platzsprecher Andy Marek, der in Zukunft auch alle Reden hält, adoptiert und zu seiner neuen Familie erklärt werden. Die Grünen zeigten sich bereits hingerissen von dieser Idee und kündigten an ihre Parteifarben in Grün-Weiß zu ändern.

Audimax:
Quid pro quo könnte das Motto eines Umzuges ins Audimax lauten. Wenn die Studis dieses besetzen können und gegen die heimische Politik protestieren, so können auch die Nationalräte es besetzen und dort zeigen, warum der Protest berechtigt ist. Angeblich sollen bereits Rhetorik- und
Schulungs-Kurse in einzelnen Fraktionen laufen, um ein dem Ort entsprechendes Diskussionsniveau zu gewährleisten.

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