Kultur – Musik

DMVA

„Menschenfresser“ – das neue Album von DMVA

19. Oktober 2011 • Musik

"Menschenfresser" heißt das neue Album von DMVA, das via The Arcadia Agency erschienen ist.

Einmal alles postmodern durchficken und zurück, am besten auf den Dancefloor. "Wer den Punkrock nicht ehrt ist die Mutti nicht wert" heißt es im Eröffnungssong des neuen DMVA-Albums "Menschenfresser" wunderschön.  "Mama, ich will mehr" heißt der Song, DMVA übrigens "Die Mutter von Allem" und ab dem Zeitpunkt ist alles sonnenklar, da macht auch auch die Dildomaske am Plattencover durchaus Sinn.

DMVA.

DMVA ist ein Bandprojekt von wohlbekannten Menschen aus der Punk- und Hardcoreszene. Und auch wenn da nicht das Wort "Konzeptband" in der Presseinfo gestanden wäre und man durch Erwähnung gewisser Namen einen gewissen Konnex herstellen könnte, wäre recht schnell klar: Hier hat sich jemand einen Karl gemacht. Aber ordentlich. Und dabei ein lustiges, obskures, rockendes, hedonistisches, albernes Album gemacht. Dass seinen Zweck dort tut, wo es hingehört: auf die Clubbühne.

Dass das alles rockt und gleichermaßen debil ist, ist nicht eh klar. Musikalisch ist das alles tadellos, ein Mittelfingerzeige-Mix aus Elektro, Hiphop, Punk und Texten über Arschlochhipster, Menschenfresser, lebende, stinkende Tote, ach was sag ich: warum nicht dagegen und trotzdem geil sein. 

Scheiß Hipsterpisser.

"Künstler, Lehrer, Hipster-Pisser, Schnösel, Anwalt, Besserwisser, Konservative Anarchisten, liberale Trendfaschisten, Böse Onkelz, Slipknot-Stukis, Shania Twain und Bobo-Pipis, Föhnfrisuren Anzugträger".

Manchmal ist das alles wirklich lustig. Wenn der siebenten Track "Ich Geh Nie" plötzlich zu klingen beginnt wie Dragostea Din Tei – großes Tennis. Manchmal hört man es aber halt auch sehr raus, das böse Wort "Konzeptband". Und auch wenn’s musikalisch durch die Bank gut gemacht ist, kommt der Schmäh, so überspitzt er gedacht ist, manchmal auch etwas gar gewollt herüber. Über weite Strecken, wenn auch nicht über die ganze, funktioniert das Ding eh. Und wer einen Track "Geiler als Gott" nennt, ist eh schon immun.

Releaseparty am 22.10. im WUK.

Musikalisch, so heißt es in der Bandinfo, ist man irgendwo zwischen Deichkind, Justice, The Prodigy, Bloody Beetroots und Frauenarzt unterwegs. Konzerte spielen DMVA seit 2008, haben bereits einige Acts aus dem Audiolith-Umfeld supportet. Die Releaseparty wird am 22.10. im WUK gefeiert, am 31.10 spielt die Band im Fluc.

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