Wien – Grätzltipps – 15. Rudolfsheim-Fünfhaus

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Melting pot westlich vom Gürtel

16. Februar 2012 • 15. Rudolfsheim-Fünfhaus2 Kommentare zu Melting pot westlich vom Gürtel

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Oft geschmäht und meist ungeliebt, fristet er in der Rangliste der Lieblingsbezirke ein ziemliches Außenseiterdasein. Ein (Kurz-)Besuch wert ist er aber auf alle Fälle – der Schmelztiegel Wiens!

Der Meiselmarkt, die Wasserwelt, die Stadthalle, die Lugner City, die Pankahyttn und natürlich der Westbahnhof, diese und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich wo? Richtig – westlich vom Gürtel, zwischen 6., 7., 12., 14., und 16., da liegt der 15. Bezirk, genauer gesagt Rudolfsheim-Fünfhaus. Zugegeben, eigentlich nicht wirklich ein Touristenhighlight – verglichen mit den Bezirken innerhalb vom Gürtel.

Aber dennoch eine Reise wert!

Weil da muss man nämlich nicht auf Urlaub fahren, im 15., dem Bezirk mit dem größten Anteil an ausländischen Bewohnern, da treffen nämlich so einige verschiedene Kulturen aufeinander. Und durch den Palawatsch aus verschiedenen Schichten, deren Lebensarten und Stilen entsteht ein ziemlich cooles Flair und so ist mittlerweile ein Mischmasch aus ureingesessenen Greißlern und Beisln und neueren Handyshops und Wettcafés entstanden. Auch kulinarisch kann sich der Bezirk sehen lassen: die billigste und schrägste Pizzaria Wiens ist weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt, das Blue Tomato (nicht zu verwechseln mit dem Snowboardladen) ist ebenfalls für günstiges Essen bekannt und bei Studenten sehr beliebt. Was Nachtleben betrifft: auch abseits von Stripclubs und dubiosen Bars kann man sich hier abends gut unterhalten. Im Hawidere in der Ullmannstrasse findet zum Beispiel jeden Sonntag ein Tatort Public Viewing statt – auch dort wird gutes und günstiges Essen serviert.

Geschichte, Kunst und Kultur

Und auch geschichtlich tut sich hier was, so hat sich z.B. das Projekt „Herklotzgasse 21“ die Aufarbeitung der jüdischen Vergangenheit im 15. zum Ziel gesetzt. Wer auf Kunst steht und ausgefallene und überaus praktische Taschen mag, der sollte mal ins Urban Tool – DAS Taschengeschäft Wiens. Und das Projekt aller Projekte? Für alle unschwer zu übersehen – denn am Westbahnhof wird gebaut, im großen Stil nämlich.

Einen Ausflug ist er also auf alle Fälle wert, der 15., und man tut ihm unrecht, wenn man sagt, dass er urgrindig ist, er ist nur ein Bezirk der etwas anderen Art. Ein melting pot halt!

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2 Antworten auf Melting pot westlich vom Gürtel – Verstecken

  1. wohnda sagt:

    unterrepräsentiert
    🙂

    nett hier einen Eintrag zu lesen, wirklich, ABER, angefangen bei den Fotos – äußere Mahü mit Straßenbahnen ist wirklich nicht so schick, macht jedenfalls keine Lust auf einen besuch. Weiter – jawohl, Hawidere, Urban Tool, Mafiosi, alles richtig – aber was ist mit den echten Geheimtipps der Reindorfgasse? Den neuen Initiativen (froff, biber außenstelle) und den Kulturellen Geheimtipps (einige hippe Ausstellungslokale)?
    Ganz zu schweigen vom Buddhistischen Tempel ums Eck 😉

    Seht dies als kleine Anregung, ansonsten freu ich mich auch wenn alles mein ganz privater Geheimtipp bleibt! 🙂

  2. ichwohnauchda sagt:

    Rudolfsheim – viel besser als sein Ruf
    Es tut sich einiges im Bezirk und die ersten Vorboten der Bobo-Isierung sind schon da (sauteure Dachausbauten entlang März und Goldschlagstraße, rund um Meiselmarkt etc) – der vielzitierte Aufschwung?; aber so lange es nicht zu hip wird – fein für mich; ich mag den bodenständigen Charme des 15ten; kulinarisch sollte man nicht vergessen: das Café Augustin, das KENT in der Märzstraße und das Gasthaus Quell

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