Lifestyle – Im Gespräch

Mary Broadcast Band

Mary Lamaro von der Mary Broadcast Band im Gespräch

8. Oktober 2011 • Im Gespräch2 Kommentare zu Mary Lamaro von der Mary Broadcast Band im Gespräch

Wir haben ja das große Vergnügen, die Mary Broadcast Band als Live-Act auf unserem „stadtbekannt feiert den Sommer“-Fest am 15.7 haben zu dürfen. Die Mary Broadcast Band ist mit Sicherheit eine der aktivsten und sehenswertesten Live-Acts hierzulande – irgendwo zwischen Funk, Soul, Pop und jeder Menge gutem Songwriting tourt die Band unerlässlich. Bandchefin Mary Lamaro ist außerdem Initiatorin des Charity-Projekts Goodball“. Stadtbekannt im Gespräch mit Mary Lamaro über ihr Charity Projekt Goodball, Fußball, Musik, Charity, die Kelly Family sowie positive Botschaften.

stadtbekannt: Ihr seid ja eine irrsinnig aktive Liveband. Was steht derzeit für die Mary Broadcast Band an – außer natürlich das „stadtbekannt feiert den Sommer“-Fest?

Mary Lamaro: Jedem und jeder würde ich empfehlen, aufs Donauinselfest zu schauen, am Sonntag dem 26. Juli um viertel nach sechs, ins Ö1 Zelt. Wir spielen dort eine Stunde in großer Besetzung, und das wird auch live übertragen. Wenn man es also nicht schafft, kann man sich das auch im Radio anhören. Am Wochenende drauf spielen wir am Musikfest in Waidhofen an der Thaia, das wird sicher auch nett. Das nächste größere wird dann Goodball, am 17. September.

„Goodball“ ist ja eine Charity Geschichte, die Du ins Leben gerufen hast. Erzähl uns ein wenig darüber.

Ich habe das, gemeinsam mit einer sehr guten Freundin, vor drei Jahren ins Leben gerufen. Seitdem ist Goodball zu einem riesigen Benefizevent gewachsen, mit vielen, vielen Details – das kann man auf die Schnelle gar nicht so genau erklaren. Prinzipiell geht es um ein Fußballturnier, das unter Tags stattfindet. Die Mannschaften, die kicken, gehen entweder für ein soziales Projekt auf den Rasen oder sind überhaupt ein soziales Projekt. Und drei Teams, die gewinnen, bekommt eben die gesamten Einnahmen für ihr soziales Projekt. Ab 18.00 gibt es dann bis in die Nacht rein Konzerte, anfangs Open Air, später dann drinnen. Ab zehn haben wir zwei Bühnen drinnen, bis zehn gibt es eine Bühne. Meistens gibt es an die fünfzehn, zwanzig musikalische Acts. Heuer schaffen wir es zum ersten Mal, dass wir 30 Mannschaften haben werden, die am Rasen stehen und kicken. Das wird schon eine Herausforderung. Wir haben dies Jahr zum ersten Mal bereits im Jänner begonnen, zu organisieren – weil es einfach sehr viel Arbeit ist. Deshalb ist es aber auch sehr gemütlich, es rennt wirklich super – das ganze hat schon so eine Aufmerksamkeit und ist so bekannt, dass wirklich viele mitmachen wollen, und wir wollen die alle auch unterbringen.

Wo findet das ganze statt?

Am legendären Wiener Sportklub-Platz. Ich bin übrigens eine Sportklub´lerin!

Du bist ja auch, so habe ich gehört, eine sehr gute Kickerin. Ihr habt ja gerade den Ute Bock Cup gewonnen und alle anderen in Grund und Boden gekickt!

Ja, wir haben kein einziges Spiel verloren. Wir haben es selber nicht glauben können, auf einmal waren wir im Finale. Und haben gegen die Vienna gewonnen (lacht). Also den Vienna Fan Club.

Was ist deine Position?

Ich stehe meistens an der Spitze. Ich würde mich nie ins Tor stellen, weil ich die Verantwortung gar nicht tragen will, Tore abzuwehren. Weiter vorne stehen, das klappt ganz gut. Wenn man mich anspielt, kann ich ganz gut weiterspielen und unter Umständen auch Tore schießen. Und das kommt ja bei Frauen ganz gut. Bei Goodball ist es ja so, dass Frauentore doppelt zählen, insofern ist es natürlich klug, dass wenn man Frauen im Team hat, die nach vorne stellt. Ich schieße dann meistens ein paar Tore, und beim Goodball ist das natürlich gut fürs Team. Beim Ute Bock Cup habe ich keines geschossen leider, aber immerhin eins aufgelegt. Jetzt haben wir den Pokal daheim, einen riesigen vergoldeten Bock mit Federn.

Ihr plant ja ein Live-Album, finanziert über ein alternatives Modell!

Wir haben im RadioKulturhaus gespielt am 17. Mai, und wir würden gerne ein Livealbum produzieren – weil es sehr viele Menschen gibt, die immer wieder danach fragen. Das wäre eine gute Gelegenheit, weil es eine gute Aufnahme gibt. Die Idee war, das über die Fans zu finanzieren – und das geht über mysherpas.com. Man kann da verschiedene Pakete kaufen, und kriegt dann, wenn es finanzierbar wird, eben das Downloadalbum – bei einem großen Paket kriegt man dann auch ein Konzert. Ein Wohnungskonzert, Gartenkonzert, was auch immer. Man würde mit 500 Euro dabei sein – gesamte Besetzung oder auch kleiner. Eine Woche hat man noch Zeit – zum Beispiel auch für Geburtstagsfeste, Gartenfeste…

Oder Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten.

(lacht). Beerdigungen, genau.

Erzähl uns ein wenig über die Entstehungsgeschichte der Mary Broadcast Band.

Die Band gibt es seit zehn Jahren. Ich habe die gemeinsam mit dem damaligen Schlagzeuger gegründet. Die Formation, wie es sie jetzt gibt, ist zwei, drei Jahre alt. Melissa, unsere Schlagzeugerin ist jetzt seit fünf Jahren dabei. Ich glaube, wir haben uns in dieser Formation jetzt gut gefunden. Die Gesamtbesetzung besteht aus sieben Leuten, das ist recht viel. Immer lustig, wenn wir uns treffen, das sind echt viele Leute auf einen Haufen. Nachdem wir uns alle blendend verstehen, ist das super. Familientreffen sind dann aber ein wenig zach, wenn wir Treffen außerhalb der Band organisieren, uns gegenseitig zum Geburtstag was schenken: das ist immer ein logistischer Aufwand, vor allem dass das derjenige dann nicht mitkriegt (lacht).

Kelly Family Verhältnisse also!

Genau, obwohl wir ja nicht mit einander verwandt sind. Die Kelly Family sind doch alle miteinander verwandt. Die haben ja auch alle gleich ausgeschaut Und ich glaube, ich schau nicht wie der Jimi (Dolezal, Gitarrist der Band – Anm.) aus. (lacht).

Wieviel spielt ihr im Jahr so?

Ich glaube schon, dass wir im Jahr auf 100 Konzerte kommen, alles in allem. Wir spielen jetzt nicht jede Woche in Wien, da schau ich schon drauf. Am Anfang hab ich das schon gemacht, hab zweimal pro Woche im Carina gespielt (lacht).

Eure letzten zwei Alben hießen ja „Life is Beautiful“ und „Life is still beautiful“. Wird das nächste Album in der Trilogie bleiben, oder gibt´s einen konträren Titel?

Ich würde es nicht mehr ähnlich benennen. Die ersten beiden Alben heißen ja deswegen so ähnlich, weil sie in einer Session entstanden sind. Das war in dem Sinne kein Folgealbum, sondern einfach der zweite Teil. Das erste haben wir so benannt, weil es eine gleichnamige Nummer gab, und ich das als sinnvolle Botschaft empfunden habe. Auch wenn das Leben völlig schrecklich sein kann, kann man immer noch schöne Details finden. Zumindest geht´s mir so.

Ihr habt ja „Love is our Mission“ als Eure Botschaft ernannt.

Ja, und ich glaube auch, dass das wichtig ist – ohne das Ernste dabei zuvergessen. „Life is still beautiful“, das still meint ja auch durchaus die Kehrseite. Natürlich ist das ein wenig schwierig, weil für viele das Leben überhaupt nicht schön ist. „Love is our mission“ war dann der nächste Schritt, der Gedanke dass wir viel mehr zueinander stehen müssen – der Gedanke, einen kleinen Lösungsbeitrag liefern zu wollen. Auch, weil wir uns untereinander so verhalten. Also jetzt nicht mit freier Liebe (lacht).

Ach so – ihr seid also quasi eine Kommune im Otto Mühl Sinne (lacht).

Ja, genau. Nein, natürlich nicht, es sind ja fast alle unter der Haube in der Band. Aber im Ernst, ich finde dass das eine wichtige Botschaft ist, und das nächste Album wird sicher wieder in diese Richtung gehen.

Was ja auch gut zu Eurem sozialen Engagement passt.

Ja, es geht einfach darum dass jeder etwas beitragen sollte, und die, denen es etwas besser geht, die sollen eben ein bisschen mehr beitragen. Einfach so viel wie möglich.

Abschließend: erzähl uns etwas über Eure geplante Schanigartentour!

Am 3.9.2011 kann man sich an einer Schanigartentour der Mary Broadcast band für Goodball beteiligen. Das wird dann so wie die Kampfbeisltour. Wir ziehen den ganzen tag und die ganze Nacht durch die Schanigärten Wiens, machen Musik und Werbung für Goodball – und sammeln Geld. Auf der Homepage werden Details, beziehungsweise eine Telefonnummer bekannt gegeben – und so kann man als Fan zum Beispiel einen ganzen Tag & Nacht mit uns um die Häuser ziehen und den einen oder anderen heben!

Liebe Mary, danke für das Gespräch – und wir freuen uns schon auf dein Konzert am stadtbekannt Sommerfest!

Wer die Mary Broadcast Band in Punkto Livealbum unterstützen möchte, sei noch einmal auf diesen Link verwiesen. Alles weitere auf der MBB Homepage und auf der Goodball Page. 

 

Markus Brandstetter

Geschichten rund um den Song Noir. Von strauchelnden Protagonisten, Mythen und Mixtapes.

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2 Antworten auf Mary Lamaro von der Mary Broadcast Band im Gespräch – Verstecken

  1. wiggum sagt:

    schön
    super line up habt ihr da zusammenbekommen auf eurem fest. danke, auch für das interview.

  2. chewbacca sagt:

    juhuu
    SOMMERFEST!

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