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London – das ist nicht nur Buckingham Palace, Trafalgar Square und Oxford Street

28. Juli 2010 • Reise

Ja, London ist der Sitz der Königlichen Familie und die Briten gelten oft als steif und zurückhaltend. Die englische Metropole hat aber auch ganz andere Seiten. Kunst, Kultur, spannende Straßenmärkte und ein unglaubliches Nachtleben findet man, wenn man in London nicht nur dem üblichen Touristenstrom folgt.

 

Kunst

Nicht nur dank des momentan schwachen Pfundes fällt ein Besuch der englischen Hauptstadt finanziell gar nicht so schwer ins Gewicht, wie oft vermutet wird. Beispielsweise können die permanenten Sammlungen in Museen, in den meisten Fällen gratis besucht werden. Bei den zahlreichen temporären Ausstellungen gibt es großzügige Studentenermäßigungen und oft auch einen Tag an dem der Besuch völlig kostenlos ist.

In der gesamten Stadt finden sich außerdem Galerien, in die man einfach reinspazieren und sich ein wenig umsehen kann. Oft entdeckt man dabei Ausstellungen völlig unbekannter, junger Künstler.

Besonders empfehlenswert sind natürlich Klassiker wie die Tate Gallery of Modern Art – kurz Tate Modern – das weltweit größte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Anzumerken ist, dass das Gebäude der Tate Modern an sich schon ein Kunstwerk ist. Das ehemalige Kraftwerk wurde zu einem beeindruckenden, mehrstöckigen Museum umgebaut, in dem alte Bauelemente mit neuen vermischt wurden. Von der klassischen Moderne bis hin zur Gegenwart werden in der Tate Modern Werke berühmter Künstler präsentiert. Nur einige der klingenden Namen, die selbst Kunstuninteressierten ein Begriff sein dürften: van Gogh, Cézanne und Gaugin sind ebenso vertreten wie Picasso und Matisse bis hin zu Dalí und Warhol. Auch dem Wiener Aktionismus ist ein Raum gewidmet.

Auch in der National Gallery ist bis 7. Juni eine Picasso Ausstellung zu sehen. Thematisch zusammengefasst können hier Werke seiner verschiedenen Perioden begutachtet werden. Sehr empfehlenswert!

 

Märkte

Wer genug von Museen hat, der kann sich die Zeit auf einem der zahlreichen Straßenmärkte vertreiben. Ungewöhnliches und Kurioses kann hier oft aufgestöbert werden.

Die meisten Touristen enden früher oder später am Camden Market. Dieser hat aber seinen alten Glanz schon seit längerem verloren. 
Eine interessantere Alternative ist da die Brick Lane im East End. Ursprünglich Siedlungsgebiet zahlreicher Einwanderer vor allem aus Bangladesh – oft wird die Gegend auch Banglatown genannt – ziehen seit einigen Jahren viele Künstler und Studenten in dieses Gebiet. Neben zahlreichen Curry Restaurants finden sich hier nun auch Galerien, Boutiquen und Vintage Shops. Auch eine lebhafte Bar- und Clubszene hat sich im Laufe der Zeit entwickelt.
Um die hauseigene Vinyl- oder CD-Sammlung aufzustocken, lohnt es sich im Rough Trade Record Store vorbeizuschauen. Der größte Record Shop Englands bietet neben einer schier unendlichen Plattenauswahl auch Live Performances und andere In-Store Events.
Einen Besuch wert ist auch der Straßenmarkt in der Brick Lane, der jeden Sonntag stattfindet. Wer nach außergewöhnlichen Stücken und Menschen sucht, der ist hier richtig!

Antiquitäten, Kleidung und Schmuck findet man am Markt in der Portobello Road in Notting Hill – bekannt auch durch den gleichnamigen Schnulzenfilm. Jeden Samstag von 8 bis 17 Uhr kann man hier die Straße entlang spazieren und nach Kuriositäten Ausschau halten.

Für Hungrige und Feinschmecker bietet sich Donnerstag bis Samstag der Borough Market in der Nähe der London Bridge an. Umgeben von viktorianischer Architektur, unter einem Bahnübergang befindet sich Londons ältester Lebensmittelmarkt. Biologisches Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, Käse, Fleisch und Fisch aber auch Kuchen und Torten lassen den Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen. Besonders empfehlenswert ist außerdem der Kaffe bei Monmouth. Unser Rat: auf Frühstück, Mittag- und Abendessen verzichten und sich stattdessen am Borough Market durchkosten!

Nachtleben
Neben den unzähligen Pubs bietet London auch eine riesige Anzahl an Lokalen mit Livebands und Clubs. "Ausgehviertel" sind beispielsweise – neben dem von Touristen überlaufenen Soho – Camden und das East End. Wer hier ein wenig herumflaniert, findet sicher bald eine geeignete Location um sich die Nacht um die Ohren zu schlagen.

Unser Spezialtip: das Shunt.
Shunt ist eigentlich ein Kollektiv von 10 Künstlern die ihre Performances an ungewöhnlichen, verlassenen oder halb verfallenen Orten durchführen. Momentan geschieht dies in den langen Gängen der U-Bahn Station London Bridge. Dort wurde ein ehemaliger Weinkeller zur Lounge umgebaut. Durch lange, dunkle Gänge gelangt man in das Herzstück dieser Location in der Kunstinstallationen, Performances, Musik und Film in einer einmaligen Atmosphäre präsentiert werden. Mehrere Bars – die Getränkepreise sind sehr moderat – sorgen für die Verpflegung der Gäste. Am Beginn des Abends erinnert die Atmosphäre eher an eine entspannte Lounge, zur späteren Stunde wird getanzt und hin und wieder treten Livebands auf. Das Programm und die Installationen wechseln regelmäßig.
Nur eine begrenzte Anzahl an Personen wird ins Shunt gelassen, daher gilt besonders am Wochenende: unbedingt vor 8 Uhr da sein. Eine unvergleichliche Erfahrung ist garantiert!

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