Kultur – Musik

Sincerely, L.Cohen

Let´s talk Leonard Cohen

14. Mai 2013 • Musik1 Kommentar zu Let´s talk Leonard Cohen

Nachdem wir uns letztens ja dem großen Tom Waits gewidmet und uns einige seiner Videos angesehen haben, geht es heute im Songschreiber-Pantheon mit dem Canadien Errant, dem Ladies Man, dem Field Commander, Schwerenöter, ehemals ordinierten Mönch im Zenkloster Mt. Baldy – summa summarum einem der großartigsten und interessantesten Word- and Songsmiths, Leonard Cohen. Quer durch´s Gemüsebeet seines Schaffens, zugegebenermaßen die Produktionen der früheren Tage präferierend.

Chelsea Hotel No.2

Expliziter über Sex hat Cohen nicht geschrieben – und bereut dieses Lied laut eigenen Angaben auch auf gewisse Weise. Chelsea Hotel No.2 (eine textlich abgeänderte Version des Originals) dreht sich um seine Affäre mit Janis Joplin zu seiner Zeit im legendären Chelsea-Hotel – als dort noch die gesamte Musik- und Literaturszene wohnte und gerne einmal eine Tablette Acid zum Whiskey nahm. Ging es um Liebschaften, war Cohen immer der Gentleman – hier aber geht´s recht explizit zur Sache: „Giving me head on an unmade bed, while the limosines wait in the street“. Gut geht das ganze natürlich nicht aus, todtraurig vor allem der Schluss: „I don´t mean to suggest that I loved you the best / I can´t keep track of each fallen robin / I remember you well in the Chelsea Hotel / that´s all, I don´t even think about you that often”. Wie Joplins Geschichte ausging, ist ja hinlänglich bekannt.

Sisters Of Mercy

Cohens schönste Mystifizierung der Liebenden und ein Highlight seiner frühen Werke. „All the sisters of mercy, they are not departed or gone / They were waiting for me when I thought that I just can´t go on / And they gave me their comfort, and later they gave me their song”. Er, schon längst weitergezogen erzählt´s weiter, den Besorgten und Traurigen, als Hoffnungsschimmer. Grandioser Schlußssatz: „And it won´t make me jealous if I hear that they sweetend your night / We weren´t lovers like that, and besides it will still be alright”.

Take This Waltz

An dieser Stelle im Wien-Kontext beschrieben. Basierend auf einem Text von Garcia Lorca, tänzelt sich Cohen hier gemeinsam mit Liebschaft und Gevatter durch ein anachronistisches, todessehnsüchtiges Wien.

Because Of

Der Ladies´ Man, der über diesen Titel in einsamen Hotelnächten eigenen Angaben zufolge immer gelacht hat, mit einem charmanten und augenzwinkernden vertonten Gedicht über Liebschaften „on the foothills of old age“.

Anthem

Die Durchhaltehymne Cohens schlechthin, und grandiose Zeilen: “Ring the bells that still can ring / forget your perfect offering / There is a crack, a crack in everything / That´s how the light gets in”. Mitunter wohl die schönsten Zeilen aus Cohens Feder.

Nächstes Mal u.a. "The Partisan", "So Long Marianne", "Halleluja" u.v.m.

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Eine Antwort auf Let´s talk Leonard Cohen – Verstecken

  1. michi sagt:


    TOP!

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