Kultur – Musik

L. Cohen: "Old Ideas".

Leonard Cohen’s going home. Die neuen Songs.

21. Jänner 2012 • Musik1 Kommentar zu Leonard Cohen’s going home. Die neuen Songs.

Leonard Cohen’s coming home. Leonard Cohen ist zurück: Ende Jänner kommt sein neues Album mit dem schönen Titel „Old Ideas“, und einige Songs hat uns der Dichter ja bereits anhören lassen. Mit „Going Home“ gibt es nun das bisherige Highlight anzuhören. Cohen in Bestform.

Zwei Jahre hat er noch bis zu seinem achzigsten Geburtstag, und auf den freut er sich vor allem aus einem Grund: weil er da endlich wieder zu rauchen anfangen kann. Dass er irgendwann in seinen Siebzigern nämlich aufgehört hat, war ein Kompromiss mit seinem Arzt: sollte er aber 80 werden, so sein Vorhaben, dann beginnt er wieder. Nicht nur, dass wir Leonard Cohen (sollte er das wollen) ein biblisches Alter wünschen, dass Joopie Hesters übersteigt: wir freuen uns auch wie die Schneekönige, dass er uns Ende Jänner wieder mit einem neuen Album beglückt, und ein paar Songs hat er uns ja schon anhören lassen.

Show Me The Place war das erste, dass der Dichter uns anhören ließ. Eine wunderschöne Klavierballade mit ein paar Streichern: endlich wieder Leonard Cohen ohne den komischen Synth-Sound, den Sharon Robinson und er in den Neunzigern so toll fanden. Endlich wieder Cohen reduziert: spärlich instrumentiert, und über allem: diese große Stimme, jene Stimme die immer tiefer wird, immer mystischer, immer erzählerischer.

"The troubles came I saved what I could save
A shred of light, a particle a wave
But there were chains so I hastened to behave
There were chains so I loved you like a slave
"

Darkness wiederum beginnt mit einer Akustikgitarre in bester gezupfter „The Partisan“ Manier, ehe Organ, Drums und Bass das ganze dunkel und stoisch zum Grooven bringen, wie Cohen selten gegroovt hat. From the foothills of old age, wie er sagen würde:

"I’ve got no future baby
I know my days are few
I’ve got no future though
As I say I know my days are few
Is the present not that pleasant
Just a lot of things to do"

Und jetzt gibt’s Track Nummer 3 zu hören: Leonard Cohen kommt nach Hause. „Going Home“ heißt der selbst-referenzielle, augenzwinkernde Song, der Cohen dermaßen in Bestform zeigt. „I love to speak with Leonard / he’s a sportman and a sheperd / he’s a lazy bastard living in a suit“. Augenzwinkernd, ein wenig ironisch, wie das nur Cohen kann. Beim Chorus erklingen dann noch „The sublime Webb Sisters“.

"He wants to write a love song
An anthem of forgiving
A manual for living with defeat
A cry above the suffering
A sacrifice recovering
But that isn’t what I want him to complete".

Ganz großartig, das alles. Melancholisch, euphorisch, humorvoll. Cohen’s coming home, und wir sind froh, dass er wieder da ist.

„Old Ideas“ erscheint am 27.1.2012.

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Eine Antwort auf Leonard Cohen’s going home. Die neuen Songs. – Verstecken

  1. yay for cohen sagt:

    my january friend!
    der 27.1. kann nicht schnell genug da sein

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