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Projekt Ausland Palme

Kunst im öffentlichen Raum – das Projekt Ausland

22. Mai 2011 • Kultur3 Kommentare zu Kunst im öffentlichen Raum – das Projekt Ausland

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Kunst im öffentlichen Raum – KÖR bekommt mit dem Projekt "Ausland" am Jodok-Fink-Platz neuen Zuwachs. Ein Bericht.

Das Kunstprojekt Ausland

Bunte Palmen sind in Wiens Stadtbild spätestens seit den Palmen am Brunnenmarkt nichts Neues. Wer kennt sie nicht, die orangefarbenen Palmen vom Architektenpaar Macezek-Mateovic und Mateowisch? Während die Palmen in Ottakring ein Gestaltungselement oder auch ein kleines Wahrzeichen für ein Stadtquartier sind, ist die neue Palmenbestückung ein Projekt das im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum – KÖR gezeigt wird. Die Palme vor dem Piaristengymnasium von Gerald Roßbacher ist Teil der temporären Installation "Ausland", welche die Ambivalenzen zwischen Massentourismus und Migrationsströmen in der Festung Europa aufs Tableau bringt und dabei kritisch hinterfragen möchte. Es werden die unterschiedlichen Projektionsflächen die mit Fremdheit verknüpft sind sichtbar gemacht.

Zwei Installationen auf einem Platz

Die beiden Elemente der Installation könnten unterschiedlicher nicht sein, während die Palme aus Leuchtrohren eher ein augenzwinkernder Blick auf die Vermarktung (und Disneyfizierung) des Exotischen und damit das Spiel mit gängigen Urlaubssujets aufgreift, lenkt der zweite Teil der Installation den Blick auf Grenzziehungen, Eingrenzungen und Ausschlüsse des Fremden. Mittels eines Stacheldrahtzauns wird hier ein eingezäunter Raum geschaffen, im Zentrum der Installation befinden sich umgeworfene Stühle und Verkehrsschilder. Die Idee Grenzziehungen, Einschlüsse und Exklusion mit Hilfe eines Stacheldrahtzauns aufzuzeigen ist gelungen, doch die Umsetzung wirkt etwas variabel. Bei dieser Installation hätte man mehr Augenmerk darauf legen können, was man in den Mittelpunkt rückt, wobei die Stühle natürlich für vieles stehen können. Im Wechselspiel funktionieren die beiden Kunstwerke gut, da sie die zwiespältige Wahrnehmung von Fremderfahrungen zeigen und das Augenmerk darauf legen, wie zum einen mit MigrantInnen in Europa umgegangen wird und zum anderen wie positiv konnotiert das „Fremde“ als Urlaubsziel und im Framing von Tourismus ist.

Ein Bericht über ein weiteres KÖR Projekt findet ihr hier.

KÖR – Ausland
Jodok-Fink-Platz
1080 Wien

Weitere Infos findet ihr auf der Homepage von KÖR.

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3 Antworten auf Kunst im öffentlichen Raum – das Projekt Ausland – Verstecken

  1. heidi sagt:

    naja….
    ich weiss ja nicht… ist das wirklich kunst? da hatten sie sich schon etwas mehr gedanken machen können!

  2. flo sagt:

    @heidi
    bin da sbsolut bei dir!

  3. ro sagt:

    natürlich ist das kunst
    das hat der/die redakteurIn wohl nicht recherchiert, aber all die dinge in der mitte des zauns sind von vandalen hinein geworfen worden und ware nie geplant.

    @flo & heidi : wenn sie sich die frage stellen müssen, haben sie wohl keine ahnung von kunst.

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