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Johannesburg – die Stadt der Gegensätze

28. Juli 2010 • Reise

Johannesburg, von den Einheimischen Jozi oder Jo’burg genannt, ist das wirtschaftliche Zentrum des südlichen Afrikas. Oft als Moloch und gefährlichste Stadt der Welt bezeichnet, hat diese Metropole aber auch ihre schönen Seiten. Was dem Besucher sofort ins Auge springt ist, dass Johannesburg extrem grün ist. Wer auf einen der zahlreichen Hügel der Stadt steigt kann den "Großstadtdschungel" gut von oben beobachten und wird ein Meer von Bäumen vor sich finden. Die „Rassentrennung" aus der Zeit der Apartheid, ist in vielen Städten Südafrikas noch deutlich spürbar. Jo’burg hingegen ist bunt durchgemischt und bietet kulturelle Vielfalt auf allen Ebenen. 

Gegründet wurde Johannesburg nach der Entdeckung der Hauptgoldader am Witwatersrand 1880, die sich als größtes Goldvorkommen der Welt herausstellen sollte. Zahlreiche Arbeiter und Glücksuchende ließen sich daraufhin in der Stadt nieder, die sich rasch entwickelte und stark anwuchs. Noch heute prägen die sogenannten mine dumpings – gelbliche Erdhügel die aus den Minen abgetragen wurden – das Stadtbild. Wer eine ehemalige Goldmine besichtigen möchte kann dies in Gold Reef City, einem Vergnügungspark im Süden Johannesburgs tun. 

Die Innenstadt – die auf jeden Fall nur tagsüber besucht werden sollte – wurde nach dem Ende der Apartheid zunehmend gefährlicher. Der wohlhabende Teil der Bevölkerung und alle großen Firmen siedelten sich daraufhin in Sandton, im Norden der Stadt, an. Bemühungen die Innenstadt wieder aufzuwerten, zeigen sich in mehr oder weniger erfolgreichen Stadtentwicklungsprojekten. Vor allem der Bezirk Newtown hat sich dadurch zu einem neuen Szeneviertel entwickelt. Zahlreiche Bars und Clubs, aber auch das bekannte Market Theatre befinden sich hier.  

Haupttreffpunkt für Künstler und die alternative Szene ist Melville. Entlang der 7th Street befinden sich charmante Cafes und Restaurants, sowie einige Clubs die teilweise Lifemusik bieten. Auf jeden Fall ausprobieren sollte man die Cocktails im Six, wo die Tische während der Happy Hour jeden Tag gefüllt sind!

Um Johannesburg herum erstrecken sich zahlreiche Townships, die hauptsächlich von der armen schwarzen Bevölkerung bewohnt werden. Das bekannteste Township ist wohl Soweto, im Südwesten Johannesburgs, das mittlerweile zu einer Touristenattraktion mutiert ist. Um das wahre Leben im Township kennen zu lernen, sollte man die Gegenden außerhalb von geführten Touren – aber auf jeden Fall nur zusammen mit Einheimischen! – besuchen. 

Wer eine außergewöhnliche Erfahrung machen möchte, kann die Orlando Towers in Soweto besuchen. Von den beiden 100m hohen und bunt bemalten Türmen kann man einen Bungee Jump wagen. Atemberaubende Aussicht über das riesige Soweto inklusive!

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