Lifestyle – Skurriles

Jeans

Hoch die erste Jeans!

30. April 2013 • Skurriles

Soldaten und andere Trendsetter

Aus einem anderen Genre der Lebens- und Arbeitsrealität entlehnt ist der Trenchcoat. Sieht man ihn heute in tausendfacher Ausführung, meist flankiert von einer Luis Vuitton-Tasche, durch die Innenstadt flattern, war der Trenchcoat früher hart im Nehmen und hätte die weichgespülte Upper-Class-Version wohl ordentlich ausgelacht. Eigentlich wurde er als stabiler Regenmantel für die britische Armee erfunden. Daher auch der Name: „trench“ bedeutet (Schützen-)Graben. Auch ein anderer Bereich musste für Modehungrige herhalten: Der Sport. Die Marke „Converse“ ist so ziemlich jedem, vom Bürohengst über die Perlenohrring-Trägerin bis hin zum suizidgefährdeten Emo-Buben, der im Burggarten über das Ende der Welt sinniert, bekannt. Aber die heutigen Kult-Sneakers waren 1917 eigentlich Basketballschuhe, die im Übrigen dafür verantwortlich sind, dass das melodische Quietschen Einzug in diesen schönen Sport gehalten hat.


Das traurigste Leiberl

Von der praktischen Klamotte hin zum stylischen Must-Have ist also die Bewegungsrichtung. Aber nicht beim beliebten Polohemd – denn das musste im Lauf der Jahrzehnte einen sozialen Abstieg durchmachen. Wurde es Anfang 20. Jahrhunderts noch in Indien zum luftigeren Polospiel für die feinen Herren erfunden, ist es heute die inoffizielle Uniform der KellnerInnen und Fast Food-AusgeberInnen.


Zukunftsmusik

Die Geschichte der Mode zeigt uns zumindest eines: Was heute noch out war, kann morgen schon der nächste Geheimtipp sein. Mobbing-Opfer und gehänselte Jugendliche können also beruhigt sein: Einfach sich selbst treu bleiben – irgendwann wird auch deine modische Verwirrung jemandem gefallen! Auch angehende Messies können sich zurücklehnen: Im Namen der Mode darf gehortet und gesammelt werden! Wir jedenfalls harren der Dinge die da kommen und können als Tipp des Tages nur dazu raten, Blaumänner, Kittel, Stiefel und Helme einfach ein paar Jahrzehnte aufzuheben!

Fotos (c) Rainer Sturm, Rike/pixelio.de

Nadja Pospisil

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