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Butlers Schild (c) stadtbekannt.at
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Happy Mariä Shopping! Ein Mahü-Survivial-Guide

8. Dezember 2013 • Skurriles1 Kommentar zu Happy Mariä Shopping! Ein Mahü-Survivial-Guide

Alle Jahre wieder verwandelt sich die Mariahilferstraße am 8. Dezember zum Shopping-Schlachtfeld – wir haben für euch einen kleinen, feinen Survival-Guide zusammengestellt.

Wie überlebt man Mariä Shopping auf der Mariahilferstraße? Denn die, die schon einen 8. Dezember auf der Mahü verbracht haben, werden wissen, dass das gar nicht so einfach ist. Unzählige Shopping-Wütige tummeln sich auf Wiens wohl bekanntester Einkaufsstraße, wobei die meisten auf der fieberhaften (verzweifelten) Suche nach passablen Weihnachtsgeschenken sind. Mit unserem 9-Punkte-Programm solltet ihr es unbeschadet nach Hause schaffen. Mit einem Augenzwinkern, versteht sich.


1. Keine Panik!

Zu aller erst: Keine Panik! Wer angesichts der Massen auf der Mahü in Panik verfällt, hat schon verloren. Tief durchatmen lautet das Credo für diesen Tag, denn wer sich aus der Ruhe bringen lässt, der kann gleich wieder nach Hause gehen. Ihr müsst keine Angst haben! Die anderen 1500 Leute im H&M haben mindestens so viel Angst vor euch, wie ihr vor ihnen. Ein Plastiksackerl für akute Panikattacken solltet ihr auf jeden Fall mithaben, Baldrian soll ebenfalls helfen, haben wir gehört.


2. Only the strong survive

Rücksicht, Nachsicht, Vorsicht? Pfff. Zu Mariä Shopping gilt: Only the strong survive. Wer unbeschadet davon kommen will, darf keine Schwäche zeigen. Wer zu spät aufsteht, ist selber schuld, wer zu langsam durch die verschiedenen Läden hetzt, hat sowieso schon verloren. Im Eilschritt mit Ellbogentechnik durch die Gänge jagen, keine Rücksicht auf Verluste. Und wenn eurer Shopping-Begleitung die Puste ausgeht, solltet ihr sie für die nächsten Stunden in einer beliebigen Umkleidekabine zurücklassen.


3. Weniger ist mehr

Wer sich zu viel vornimmt, der ist zum Scheitern verurteilt. Weniger ist mehr, heißt es so schön, und das gilt natürlich auch an Mariä Shopping. Die gesamte Großfamilie kann eben nicht beschenkt werden, reduziert auf das Nötigste. Die besten FreundInnen werden mit selbstgebackenen Keksen beschenkt, für alle unter 18 wird sowieso selbst gebastelt und prinzipiell gilt der Leitsatz: Nur wer mir was schenkt, wird von mir beschenkt. Nach dieser Rechnung sollten euch etwa zwei bis drei Geschenke übrig bleiben, das ist machbar.

4. Kein Plan – keine Chance

Zielloses Shoppen auf der Mahü ist am 8. Dezember prinzipiell verboten. Wer sich planlos in die Shopping-Hölle traut, wird höchstwahrscheinlich leer ausgehen. Profis haben schon am 3. Dezember begonnen, einen Mahü-Plan mit den wichtigsten Adressen anzulegen. Mit Zeitplan (höchstens 7 Minuten pro Shop!) und Navi könnt ihr euch dann durch die Massen schieben, von Westbahnhof bis MQ im besten Fall, um das Gefälle für sich zu nutzen.


5. Training ist alles!

Diejenigen unter euch, die schon tagelang vorher für diesen Tag trainiert haben, liegen klar im Vorteil. Übungszentrale ist hierbei entweder der 13A zwischen 16:00 und 18:00 Uhr oder die U4 zwischen 08:00 und 09:00 Uhr. Hier lernt man, wie man auf engem Raum überlebt, sich durch die Menschenmassen quetscht und auch inmitten einer Kindergartengruppe noch die Ruhe bewahrt.


6. Mahü-Equipment

Unausgerüstet geht man am 8. Dezember nicht auf die Mahü! Mitzubringen ist ein Kompass, falls ihr mal die Orientierung verliert, eine Wasserflasche, eine Packung Traubenzucker für zwischendurch, ein Snack, der auf Höhe der Neubaugasse genossen werden kann, ein Evian-Erfrischungsspray, eine Packung Kaugummis, ein Deo (!), eine Zigarette (Nichtraucher können sie zum Tauschen verwenden), ein Flachmann und eine Zigarre für das Ende des Trips, der gebührend gefeiert werden muss.

7. Das richtige Outfit

Dem ständigen warm-kalt solltet ihr das richtige Outfit entgegenhalten. Es mag zwar kalt sein draußen, aber glaubt mir, lieber ein bisschen frieren, als in den vollen Geschäften zu zergehen. Das richtige Schuhwerk sollte beachtet werden, hohe Schuhe bedeuten die sichere Aufgabe, Sportschuhe empfehlen sich da schon eher. Um die Umkleidekabine zu meiden, empfiehlt es sich, überhaupt nur eine Strumpfhose und ein knallenges Shirt zu tragen (ja, auch die Herren): so muss man sich nicht einmal entkleiden, um die ausgesuchten Stücke zu probieren.


8. Fluchtplan

Für Notfälle wie a) klaustrophobische Anfälle, b) vorzeitige Aufgabe oder c) akutes Hungergefühl (warum habt ihr keinen Snack mitgenommen?!) sollte vorab ein Fluchtplan ausgearbeitet werden. Wer früh aufgibt, sollte vor der Neubaugasse eine Seitenstraße aufsuchen, denn weiter unten wird es auch in den Nebenstraßen durchaus belebt. U-Bahnen sollten gemieden werden, denn auch da herrscht kuscheliges Gedrängel.


9. Zuhause bleiben

Geschenke kann man übrigens auch online kaufen.

Mariahilf

Johanna Dohnal Platz/Gumpendorferstraße 5
1060 Wien

Zusätzliche Information (_VenueAddress):

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Eine Antwort auf Happy Mariä Shopping! Ein Mahü-Survivial-Guide – Verstecken

  1. vagabundin sagt:

    Shopping?
    9. Geschenke kann man übrigens auch selber machen

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