Kultur

(c) credit Mark Seliger
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Donaufestival 2012 – Vertreibung ins Paradies

13. Mai 2012 • Kultur

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Die Vertreibung aus dem Paradies, eines der ältesten Motive der westlichen Menschheitsgeschichte. Der Sündefall. das Erbe der Menschheit, die Schuld. Die Menschheit egal ob Orient oder Okzident sehnen sich nach diesem Zustand der Schuldlosigkeit seit jeher zurück, ein Akt der uns dank der Kultur aber unmöglich geworden ist. Doch das Donaufestival versucht gerade die Kultur als Werkzeug zu benutzen. Als ein Werkzeug welches uns befähigt sich wieder in den Naturzustand zurück zu versetzen.

„Wenn wir einst durch den Akt von Schuld und Kultur aus dem Paradies vertrieben wurden, dann lassen wir uns nun durch „Unschuld“ und „Unkultur“ wieder in den Garten unserer Utopien schicken“, so Tomas Zierhofer-Kin, seinerseits künstlerischer Leiter des Donaufestivals.

Paradiesisch ist dabei nicht nur die wunderbare Altsatdt von Krems, sondern auch wie jedes Jahr das heurige Line Up, dass die Veranstalter an Land gezogen haben. Den Anfang machen CocoRosie mit ihrem „The CocoRosie Project“. Die beiden Schwestern die im bürgerlichen Namen eigentlich Sierra und Bianca Casady heißen beehren Krems sogar mit einer Uraufführung Ihrer Popera „Soul Life“, der Dance Performance „Nightshift“ und des Film/Musik Projektes „Harmles Monster“. Dem/der BesucherIn erwartet also gleich am ersten Wochenende ein hochkarätiges musikalisches sowie künstlerisches Eröffnungsbankett.

Alptraum, Trip, LSD, Chris Cunningham

“Iconic and mind-fuck-squared” nennt pitchfork die Videokunst von Chris Cunningham, der auch außerhalb der Video-Avantgardeszene mittlerweile vor allem auf “Gehör” gestoßen ist, zeigt er sich schließlich als Verantwortlicher für Musikvideos unter anderem von Aphex Twin und Björk. Doch er steht nicht hinter der Kamera, sondern ist sich auch nicht zu schade selbst die Hauptrolle in einem seiner verstörenden Video Exzesse zu werden. Doch dem nicht genug, der Mann ist auch noch Musiker, und so verbindet er seine Videokunst mit seiner Musik und heraus kommt sein mittlerweile schon legendäres AV –Set oder anders gesagt: Ein Trip in andere Sphären, in fremde Welten, auf jeden Fall aber eine unvergessliche Performance.

Zwischen Kunst-Musik-Performance

Traditionell ist das Donaufestival keinem fixen Standort zuzuordnen, Krems wird vom 28.04 bis 05.05 zu einer einzigen Bühne. Neben der Kunsthalle und Stadtsaal sind weitere Spielorte der Kapitelsaal, der Kunstraum Stein, Forum Frohner, Schaurraum 35/nullnull, Galerie Stadtpark, Kino im Kesselhaus sowie weitere Outdoor Spots und die fast schon berühmt berüchtigte Minoritenkirchen.

Auch heuer wird das Donaufestival das Publikum wieder auf eine Reise mitnehmen, wohin diese gehen soll, kann jeder für sich entscheiden.

PS: Was sich heuer noch so alles auf Österreichs Festival Landschaft tut, erfährt ihr in unserem Festivalguide 2012.

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