Kultur – Musik

(c) Christoph Wieser
(c) Christoph Wieser

Diver

23. Oktober 2013 • Musik

Zum Glück gibt es Diver! Denn was wären laue Sommernächte ohne der entzückenden instrumentalen Akustik und dem einschmeichelnden, weichen Gesang von diesem außergewöhnlichen deutsch-österreichischen Trio? Nur halb so verträumt, nur halb so bezaubernd.

Achtung: Dieses Dreiergespann fährt mit einem beachtlichen Spektrum an Instrumenten auf: Akustikgitarren, Piano, Stompbox, Schlagzeug, Bass, Streicher, Percussion und Fagott sorgen für vielschichtige Arrangements, die irgendwo zwischen Indie-Pop und Singer/Songwriter wandeln.

Mit Fingerspitzengefühl und Raffinesse

Wolfgang Bruckner, Stephan Ebert und Olaf Schuberth kredenzen mit viel Fingerspitzengefühl für’s Detail schwelgerische Melancholie und unaufdringliche Melodien, die ihre ein- und mehrstimmig gesungene Texte stets bereichern, aber nicht verdecken. Die Lieder bewegen sich abseits des Mainstream-Pops frei im weiten Feld zwischen Bon Iver, Kings of Convenience und Leslie Feist und verfolgen im Zeitalter des heillosen Überangebots einen erfrischend minimalistischen Ansatz. Nachdem diese Herrschaften im Frühjahr 2011 ihre erste EP "diver" herausgebracht haben und auf verschiedenen Festivals im In- und Ausland ein großes Fanpublikum begeistern konnten, veröffentlichte das Trio ein Jahr darauf zwei bereits veröffentlichte und acht neue Lieder auf ihrer Debüt-Scheibe "Kites". Die Vorabsingle "Illusions" gibt sich dabei so umbeschwerlich und leicht, ja fast leise, dass sie vermutlich direkt in’s Herz der ZuhörerInnen strahlt:

Musik zum Abheben

Das Album äußert sich in einem Wechsel aus wunderbarer Sanftheit, Nachdenklichkeit und Wärme, unaufdringlicher Melancholie und musikalischer Harmonie. Treibende Rhythmen treffen auf feinfühlige, verträumte und zurückhaltende Töne; Emotionen werden durch schwebende Vocals transportiert. Kein Wunder also, dass bereits die erste offizielle Single "Summer" einen Platz auf der FM4 Soundselection 26 gefunden hat. Einen großen Applaus für den unaufdringlichen und vielfältigen Sound haben sich diese Herren allemal verdient!

Wunderbar eingängig klingt auch das Lied "London", welches neuerliches Hinhören praktisch obligatorisch macht. Und das Feine daran ist: Je öfter man es hört, desto schöner wird es.

Die nächste Gelegenheit, dem feinfühligen Sound dieser Band live zu lauschen, gibt es am 27. Juli beim Open Hair Festival in Göfis, dass seit einigen Jahren eine Bühne für heimische Bands bietet. Also – hinfahren und genießen!

Foto (c) Christoph Wieser

Jelena Drenjakovic

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