Wien – Leben

Screenshot pinterest

Die einzige Konstante ist die Veränderung

10. Mai 2013 • Leben

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Fotografie noch ein ziemlich exklusives Hobby, dass sich zum Einen nicht jeder leisten konnte und für das, zum Anderen, nicht jeder Zeit hatte. Denn es ist schon so eine Sache mit der Zeit, auch in der Fotografie. Früher, da benötigte man Zeit für ein Foto, man musste sich diese Zeit auch nehmen, denn man hatte nur eine begrenzte Anzahl an Fotos zur Verfügung und konnte das Ergebnis meist auch erst Tage oder Wochen später in Augenschein nehmen. Also hat man sich gut überlegt, wie und warum man ein Foto macht und wie man ein Motiv am besten darstellen kann.

Und dann hat die digitale Fotografie ihren Siegeszug angetreten und alles was gerade noch stimmte war plötzlich nicht mehr war. Die Anzahl an Hobbyfotografen ist inflationär gestiegen und man hat das Gefühl, dass der Fotoapparat, heute mehr als reines Modeaccessoire denn als Vehikel zur Erstellung von Kunst dient. Man hat den Eindruck, auch wenn sich dieser bei näherer Betrachtung wahrscheinlich nicht erhärtet, dass es nur noch belanglose Fotos gibt, die ohne Sinn und Verstand geschossen wurden, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was man mit einem Foto eigentlich ausdrücken möchte. Wenn man sich dann jedoch auf Plattformen wie z.B. Flickr oder Pinterest umschaut findet man doch sehr oft fantastische Fotos.

Der Trend weg von physischen Fotos

Wenn man dann einmal beim Thema Fotoplattformen angelangt ist, ist man auch tief in einer Debatte angelangt, die vor Allem die Gemüter älterer Fotografen erhitzt. In Zeiten vor DSLR und Co. war ein Foto gleichzeitig geistiges wie physisches Erlebnis. Man konnte Fotos in die Hand nehmen, durch Fotoalben blättern oder sie an die Wand hängen. Dies ist heute nicht mehr so. Studien zeigen schon seit längerer Zeit, dass sich der Trend ganz klar weg von ausgedruckten Fotos hin zu digitalen Fotos entwickelt. Immer weniger Menschen drucken die gemachten Fotos auch tatsächlich aus. Viel häufiger werden diese nun digital gespeichert und auf etwaigen Plattformen geteilt oder Online gestellt.

Problem erkannt

Einige pfiffige Unternehmen, die sich früher auf die Entwicklung und das Ausdrucken von Fotos spezialisiert haben, haben diesen Trend schon früh vorausgeahnt und sind, folgerichtig, den Weg der digitalen Fotografie mitgegangen und bieten heutzutage diverse Serviceleistungen rund ums Thema digitale Fotografie an. Markt- und Innovationsführer ist hier die deutsche Firma CEWE, die unterschiedliche Möglichkeiten anbietet, die digital gemachten Fotos auszudrucken und gleichzeitig schick herzurichten.

Man bietet einen gefragten Mehrwert an, denn scheinbar haben Konsumenten doch noch das Bedürfnis Fotos physisch zu erleben, wollen es aber nicht mehr in den alten Formen tun. So bietet CEWE z.B. die Möglichkeit sich online ganze Fotobücher zu erstellen und sich diese dann ganz bequem nach Hause liefern zu lassen. Diese Sparte läuft sogar so gut, dass man im letzten Jahr mit der Plattform Color Foto Service auch in der Schweiz online gegangen ist, umso das Marktsegment zu erweitern.

Eine Symbiose?

Der Artikel will einer Frage schließen: Ist die Symbiose zwischen digital und analog möglich? Kann auch digitale Fotografie den Charme von analoger Fotografie erlangen? Und wird das physische Foto bald nur noch eine Erinnerung sein, oder werden wir eine Renaissance erleben? Gut dies waren nun doch einige Fragen mehr, sie sollen aber trotzdem als Denkanstoß dienen.

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