Wien – Gut zu wissen

Spinnerin am Kreuz Rudolf von Alt

Die Spinnerin am Kreuz

3. Mai 2013 • Gut zu wissen

Warum ist die Spinnerin am Kreuz? 

Das Wesen der Wiener Sagen ist eine gelungene Mischung, Mischkulanz, aus historischen Fakten und einer guten Geschichte. Zum Beispiel: Ursprünglich stand auf dem Wienerberg ein Holzkreuz. Dort wartete der Sage nach eine Frau auf ihren in den Kreuzzug gezogenen Mann. Sie verdiente dabei mit Spinnen Geld, um eine Säule errichten lassen zu können.

Dem Geschichtsbuch nach errichtete der Dombaumeister des Stephansdoms Hans Puchsbaum 1452 hier eine Steinsäule. Diese markierte die äußerste Grenze der Stadtgerichtsbarkeit und eine öffentliche Hinrichtungsstätte. 1868 fand auf dem Wienerberg die letzte öffentliche Hinrichtung statt.

Den meisten Sagen-Relikten läuft man im 1. Bezirk über den Weg: Fresko und ein Basilisk aus Stein erinnern in der Schönlaterngasse 7 an den Basilisken, der im Brunnen saß. Der „Stock im Eisen“ an der Ecke Graben/Kärntner Straße gibt sogar dem Platz seinen Namen. Und wegen eines missglückten Paktes zwischen dem Teufel und dem Meister Buxbaum blieb der Nordturm des Stephansdoms kleiner. Erzählt man sich.

„Darf’s a bisserl mehr sein?“

Weitere Fragen zu Wien und deren interessante Antworten findest du in Wann verlor das Riesenrad seine Waggons? von Axel N. Halbhuber erschienen im Metroverlag. 

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