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Der Beatles „Paul is dead“ Hoax

28. Mai 2013 • Skurriles

Stadtbekannt geht der größten aller Rock’n’Roll Verschwörungstheorien nach: angeblich, so Beatles-Verschwörungstheoretiker, soll Paul McCartney 1966 ja bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein und durch "Faul", den Fake Paul, ersetzt worden sein. Zahlreiche Indizen hat man gefunden, Backward maskings, versteckte Botschaften. Wir gehen der Sache nach und treffen uns mit dem Medium Gerda "Shibaya" Tarmüller, die für eine kleine Unsumme (die wir ihr gerne gezahlt haben) Kontakt mit dem Geist des echten Pauls aufnahm, um so Licht ins Dunkel zu bringen. Hier das Gespräch im Wortlaut.

Shibaya: Sie sind gekommen, um Kontakt mit einer verstorbenen Seele aufzunehmen. Wer soll es sein?

stadtbekannt: Paul McCartney.

Shibaya: Den von den Beatles? Der lebt doch noch, oder net?

stadtbekannt (erklärt dem Medium die Sachlage).

Shibaya: Gut, versuchen wir es. (schließt die Augen, murmelt). Geist von Paul, Paul McCartney, nimm Verbindung zu uns auf. Paul wir bitten dich, sprich zu uns… (ein paar Minuten später). Ich sehe hier einen jungen Menschen vor mir stehen, der hat einen Pilzhaarschnitt und er spricht mit britischem Akzent.

stadtbekannt: Hmmm, Paul hatte 1966 eigentlich keinen Pilzhaarschnitt mehr.

stadtbekannt (Kollege): Vielleicht hat er sich ja im Jenseits die Haare schneiden lassen. Es sind ja sicher im Lauf der letzten Ewigkeit ein paar Friseure Hops gegangen.

stadtbekannt (flüstert Kollegen zu): Geh, Gusch! Wenn du einen gratis Draht ins Jenseits hast, hättest das auch vorher sagen können!
(zu Shibaya gewandt) Fahren Sie bitte fort, verehrte Shibaya.

Shibaya: Es ist ein längerer Pilzhaarschnitt, eigentlich sind es mittellange Haare. Fast schon lang. Farblich braun, nein schwarz. Zwischen braun und schwarz.

stadtbekannt: Das könnte hinkommen.

Shibaya: Er sagt, er wäre jetzt bereit, über die Wahrheit zu sprechen.

stadtbekannt: Großartig, genau das wollten wir hören! Fragen Sie ihn, ob die Theorien stimmen. Dass man ihn durch jemand anderen ersetzt hat.

Shibaya (murmelt mit geschlossenen Augen). Er sagt, es gab da ein Missverständnis.

stadtbekannt (zögernd): Das mit Abbey Road, mit dem Cover, auf dem er barfuß geht, das als indische Trauerzeremonie interpretiert wurde? Das mit dem Backward-Masking auf Revolution No.9?

Shibaya: Er sagt, er weiß nicht wovon Sie da sprechen – er wollte immer nur Liebe versprühen.

stadtbekannt: Sagen Sie ihm, das ist ja schön und gut, hat aber nichts mit unserer Frage zu tun.

Shibaya: (flüstert unverständlich). Er sagt, dass es ein schöner Fototermin war bei dieser CD. Barfuß findet er übrigens total schick.

stadtbekannt: Okay, aber bitte fragen Sie ihn, ob die Verschwörungstheorien stimmen. Ist die Geschichte vom Backward Masking mit "Paul is dead", das John Lennon auf "Revolution #9" einsang, wahr?

Shibaya: Er sagt, es geht ihm gut. Danke der Nachfrage.

stadtbekannt: Mehr nicht? Das hat jetzt alles nur wenig mit unseren Fragen zu tun.

Shibaya: Er sagt, er hat noch Zeit für eine letzte Frage.

stadtbekannt: Das klingt jetzt aber so, als hätte er einen PR-Agenten im Jenseits.

Shibaya: Er sagt, dass er immer bei uns ist.
(einiges Gemurmel, Kopfkreisen und Gurgeln später) Jetzt bricht der Kontakt ab. Wie wollen Sie ihre Reise ins Jenseits begleichen? Wir akzeptieren Bankomat, Mastercard, Visa…

Anmerkung: Wir sind danach sehr bald gegangen, haben aber den Eindruck, dass wir das Geld, das wir dem Medium gezahlt haben, lieber in ein paar Beatles-Vinyls investiert hätten. Ob an dem Hoax etwas dran ist, konnten auch wir mit diesem tollen Medium nicht in Erfahrung bringen, stadtbekannt nimmt aber an, dass es Paul McCartney recht gut geht, außerdem wurde er auch seit dem angeblichen Tod immer wieder gesichtet. Und wie hat Homer Simpson so schön gesagt: "Paul was the most talented in The Wings"

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