Kultur – Musik

Vienna Art Orchester (photo: Patrick Sowa)

Das Vienna Art Orchestra löst sich auf

12. Juli 2010 • Musik

"Game over“, steht auf der Homepage des Vienna Art Orchesters, auch VAO genannt. Das renommierte Ensemble rund um Mathias Rüegg löst sich auf – zu wenig Subventionen, Förderungsgelder, „chronische Unterfinanzierung“ und Anfragen-Rückgang zwingen das Orchester nun endgültig in die Knie – das letzte Konzert fand auf dem Viktringer Musikforum statt – jetzt ist Schluß.

Das VAO gibt es seit 1977 in wechselnden Besetzungen, mit dabei waren unter anderem prominente Namen wie Wolfgang Puschnig, Allegre Correa, Christian Muthspiel und Martin Koller. Ursprünglich als Big Band konzipiert, entwickelte sich das VAO in den Achtzigern in Richtung kleinere Besetzung. 35 CD-Veröffentlichungen (zuletzt 2009 mit „Third Dream“) und 800 Konzerte später fällt nun also traurigerweise der Vorhang für ein brilliantes, führendes Jazzensemble.

Mit Verlaub sei hiermit der Presseintrag von Mathias Rüegg auf der Homepage des VAOs zitiert:

„Es waren 33 intensive Jahre auf einem hohen Niveau. Ich bedanke mich hiermit bei all denen, die zur Existenz des VAO bei-
getragen haben, zuerst beim Publikum, aber natürlich  auch bei den öffentlichen und privaten Förderern, 
den vielen internationalen Musikjournalisten und last but not least, bei all den talentierten Musikern, die oft über sich hinausgewachsen sind
bei ihrer Arbeit mit dem VAO. Ich persönlich bedauere es zutiefst, da das jetzige Orchester und mein Schaffen am Höhepunkt angelangt sind. Doch ich nehme die Dinge zur Kenntnis wie sie sind und verbleibe mit dem Zitat von Janis Joplin:
Freedom is just another word for nothing left to lose“.

 

Ewig schade ums VAO.

, , , , , ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »