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Constantinis Nachfolger: Optionen.

8. September 2011 • Skurriles4 Kommentare zu Constantinis Nachfolger: Optionen.

Vertragstreu und allen „Vorab-Rücktritts“-Unkenrufen zum Trotz wird ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini erst am letzten Drücker seinen Teamchefhut nehmen und das Team einem neuen Capo, für dessen Besetzung die Suche gerade auf Hochtouren laufen, übergeben. Stadtbekannt überlegt sich mögliche Nachfolger.

Die letzten zwei Qualifikationsspiele der österreichischen Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan und Kasachstan wird Didi Constantini noch auf der Teamchef-Bank begutachten – dann heißt es für den Teamchef „baba und foi ned“. ÖFB-Vorsitz Leo Windter ist auf der Suche nach einem Topmann als Nachfolger, einem Internationalen, einem Wunder, der unsere Buben zu Erfolgen (ein Wort, dass den Buben bis dato ja nicht ganz so gegönnt schien) führt.

Christoph Daum? Otto Rehhagel? Ja, schon gute Leute, aber da geht mehr. Weil stadtbekannt furchtbar hilfsbereit ist, überlegen und argumentieren wir uns hier einige – vielleicht gewagte – Kandidaten für die Teamchefnachfolge. Herr Windter: aufgepasst.

Vorschlag 1: Herr Hongo, Trainer von Mila Superstar

Ja, es stimmt. Milas Trainer – allen voran Herr Hongo (das war der Typ mit dem Bin Laden-Bart und der Sonnenbrille) – waren schon hart, beinahe grausam. So ließ man die zwölfjährige, in Fujimi wohnhafte Mila, die noch dazu vormals lungenkrank war, unter anderem in Ketten trainieren – harte, qualvolle Methoden, nichts mit Wellness und Güte. Sicher, Schinderei ist das schon. Aber: schauen wir uns das Ergebnis doch an: war Mila früher krank, blass und schwach ist ist sie heute ein Volley-Ass, ein kleines Wunder. Und: schließlich kann Mila (Trademarks: Kulleraugen, Pferdeschwanz) fliegen wie Sonne über Fujiyama. Der Erfolg gibt Herrn Hongo & Co Recht.

Vorschlag 2: Detlef D! Soost

Besonders streng schien Didi Constantini ja nicht zu sein. Vielleicht ist es aber genau das, was unsere Mannschaft braucht: einen Drill-Sergeant, der dafür sorgt, dass sie eine flotte Sohle aufs Parkett legen. Einen, der kein „wenn und aber“ akzeptiert, einen, der auch dann nicht weich wird, wenn der erste zu heulen beginnt. Einen Mann wie… Detlef D! Soost (ausgesprochen wahlweise Dee-Ausrufezeichen oder DIIIIII Soost). Bekannt aus Casting-Shows wie Popstars zeigte sich Tanzgott Dee-Ausrufezeichen als streng, aber gerecht. Kleine Mädchen begannen zu heulen, Soost aber coachte sie, dass sie die Härte und Gnadenlosigkeit verstanden. Das Leben ist eben kein Ponyhof, weder im Fußball noch im Popgeschäft, und wer, wenn nicht der große Glatzkopf mit dem Rufzeichen könnte unsere kickenden Mannen besser durch diese hartgesottene Realität begleiten.

Vorschlag 3: Maria Fekter

Heureka, die Schottermizzi muss ran. Wer nämlich so wenig Herz hat, Kleinkinder in aller Herrgottsfrüh mit der Fremdenpolizei aus dem Land RAUSzuschmeißen hat vielleicht auch die nötige Härte, den Ball ins Netz REINzuschmeissen. Klar, besonders viel Seele hat die Mizzi als Mensch seit ihrem Amtsantritt nicht bewiesen, wenn es aber ums reine Pflichterfüllen ohne sich moralische Fragen zu stellen geht, ist sie aber eine Weltklasse-Beamtin, die niemals die Bürde eines Gewissens zur Fall bringen würde. Einfach pflichtbewusst rein mit der Wuchtel, weil sich das eben so gehört. Und „Schottermizzi“ würde sich eh keiner sagen trauen, zur gestrengen Maria.

Vorschlag 4: jemand aus dem Alpinsport.

Natürlich: warum nicht jemanden aus dem Alpinsport holen. Schließlich sind wir im Skifahren immer noch Weltklasse, und wer läge näher als der Herminator, Hermann Maier. Ein zäher Bursche von der alten Sportler-Generation, der vor der Abfahrt noch schnell eine Marlboro runtergezogen hat und der, begleitet von ein paar Kameras, auch gerne mal zum Südpol spaziert. Humor hat er, wie seine Raiffeisenbank-Werbungen, für die er sicher ein paar Euro mehr aufs Raika-Giro bekommen hat, beweisen auch – und dass auch ein harter Bursche wie Hermann durchaus Gefühl zeigen kann, bewies er auf seiner letzten Pressekonferenz. Alles Eigenschaften, die ein Teamchef braucht.

Hat Hermann keine Zeit, wäre ein Kärntner Urgestein die richtige Wahl. Armin Assinger, da pfeifen die Komantschen. Und wie man richtig verliert, hat Assinger unter anderem in einem grandiosen TV-Interview gezeigt, wo er über den Konkurrenten jenen völlig grandiosen, wütenden Satz sagte: „Des ganze Jahr is der Hund hinter mir und heut hat der den Reim, dass er das irgendwie abedanudelt“. Wer mit einer derartigen Inbrunst und Eleganz kommentieren kann, hat durchaus Teamchef-Qualitäten.

Vorschlag 5: der Dalai Lama

Geht man realistisch davon aus, dass Österreich nie erfolgreicher im Fußball sein wird, wäre der Dalai Lama ein recht geeigneter Kandidat. Der Buddhismus lehrt, dass alles Leben leiden ist und man sich nicht an falsche Vorstellungen haften sollte – und mit dieser Gemütshaltung kann man eigentlich nur noch gewinnen. Positiv hinzu kommt, dass der Dalai Lama ein äußerst umgänglicher, geduldiger und humorvoller Zeitgenosse ist, dessen Lachen als Grundhaltung auch in problematischen Zeiten nicht stockt und auch recht ansteckend ist. Warum also nicht – Gyatso for Teamchef. Alles Fußball ist leiden!

Vorschlag 6: Markus Rogan

Warum nicht einen absoluten Unsympathler als Teamchef? Er mag vielleicht nicht ein so guter Trainer wie José Mourinho sein, ist aber mindestens gleich arrogant, so böse Zungen. Sportlichen Erfolg kennt Rogan ja, genau wie auch die eine oder andere Hauswatschn abzubekommen – und besser als ein Kaliber wie Dinko Jukic wäre er auf alle Fälle. Eine kontroverse Möglichkeit.

Vorschlag 7: Wolfgang Schüssel

„Hände falten, Gosch’n halten“. So ungesprächig wie Constantini oft in Pressekonferenzen auch ist, der Meister des Schweigens ist immer noch Ex-Bundeskanzler und angeblicher Haider-Entzauberer Wolfgang Schüssel. Dachte man, dass Schüssel, wie viele andere seiner fragwürdigen PolitikerkollegInnen, mit dem Amtssessel mittlerweile fest verwachsen ist, so trat der ehemalige Träger von albernen Fliegen vor wenigen Tagen überraschenderweise zurück. Als Trainer könnte Schüssel Wunder vollbringen: wer es nämlich schafft, als eine solche Partei im Mainstream als Koalitionspartner zur „Normalität“ werden zu lassen und als drittstärkste Kraft den Kanzleranspruch zu stellen, dem sollte eine Kleinigkeit wie die Generalsanierung unserer Fußballmannschaft wohl wirklich ein Kinderspiel sein!

Fazit:

Soviele Zugänge zur Problemlösung es gibt, so viele interessante Kandidaten gäbe es zur Teamchef-Nachfolge Constantinis. Müsste stadtbekannt sich festlegen: wir empfehlen Herrn Hongo, der schon bei Mila Superstar Wunder gewirkt hat.

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4 Antworten auf Constantinis Nachfolger: Optionen. – Verstecken

  1. la sagt:

    li
    als spieletrainer hat sich bereits scharner ins spiel gebracht.
    das ist tatsächlich nicht zu toppen…

  2. brucedarnell sagt:

    yay
    PRO Trainer von Mila!

  3. thomas sagt:

    noch zwei kapazitäten
    es bieten sich ebenfalls an: dj ötzi und toni polster. gemma, gemma!

  4. Kuloman sagt:

    Ich wäre für den
    Andi Ogris.

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