Kultur – Musik

Stereoface

CD-Kritik: Stereoface „Face It“

17. Jänner 2012 • Musik

„Face It“ heißt das neue Album von Stereoface, das am 20.1. via Mörder Music / Rough Trade erscheint. Am selben Tag schmeisst die Band eine Releaseparty im Volksgarten Pavillion. Wir haben vorab reingehört.

Mit großem Namen zum Seiltanz.

Als Produzenten hat sich Stereoface für ihr Zweitlingswerk niemand geringeren als Clive Martin geholt – der unter anderem mit Nick Cave and The Bad Seeds, The Cure, David Byrne und U2 gearbeitet hat. Mit dem Produzenten / Engineer machte man sich also an die Arbeit – und der half dem Quartett zu einem versatilen, passenden Sound: Zwischen Punk-Rock, jeder Menge Attitüde und experimentelleren Seiten, die sich bis hinein in den Psychedelia reinwagen.

„Distress“ heißt die erste Auskoppelung der Band rund um Nino Kadletz, Günther Paulitsch, Paul Pfleger und Lukas Schneeberger. Netz und doppelten Boden, so die beschriebene Marschrichtung, soll es hier keinen Geben, der „tightrope walker“, der Akrobat, tänzelt auf dem Abgrund. „How can you know that the time is right“? Das werden wir schon sehen beim drauflos tänzeln, vielleicht erst mal nicht nach unten schauen und reinhören.


Stereoface.

Einmal Rock’n’Roll bitte.

„Face It“ besticht, wie es der Name schon sagt, mit einer der Gangart angemessenen Attitüde, wagt sich innerhalb des Rahmens, den man gemeinhin Rock’n’Roll nennen durch diverse Spielarten, Emotionen und Richtungen. Ob das jetzt echt, wie angekündigt, bis in den Art Rock geht, weiß ich nicht – ist aber auch egal: „Face It“ überzeugt durch gutes Songwriting und Vielschichtigkeit, mal mit rotziger, stoischer Attitüde ganz nach vorn, mal verspielter, ruhiger.

Tracklist:

Distress How Can You Know
I Don’t Mean It
Who Needs The Eye
In The Queue
The Soil
Quelle Horreur
Love Inside A Zoo
Fool Like Me
Shoes
Bones
The Other
Hardly

Fazit:

Schönes, gut produziertes Album mit jeder Menge Attitüde und Verspieltheit.

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