Kultur – Musik

TheProdigyTheFatOfTheLand

Aus dem Plattenregal: „The Fat of the Land“ von The Prodigy

11. November 2013 • Musik

Explizite Videos, kontroverse Texte, 27 Nummer eins Platzierungen. Das dritte Studioalbum der erfolgreichen Elektronik Rocker von The Prodigy: „The Fat oft he Land“

Das im Juli 1997 erschienene, bei weitem erfolgreichste Album der englischen Big Beat Band The Prodigy sorgte besonders in Großbritannien für viele Diskussionen. Die Videos seien zu selbstdarstellerisch, die Texte frauenfeindlich und drogenverherrlichend. Trotzdem fand das Album auf der Insel sogar seinen Weg ins Buch der Rekorde, und zwar als das am schnellsten verkaufte des Jahres 1999. Auch die Singleauskoppelungen schlugen sich in internationalen Verkaufscharts durchaus gut. Am besten verkaufte sich die zweite Veröffentlichung „Breathe“. Sie war der größte internationale Erfolg der Band.

Das Release wurde von Öffentlichkeit und Kritikern deutlich besser rezipiert als die anderen Auskoppelungen „Smack my Bitch up“ und „Firestarter“, die wegen ihrer kontroverser Texte oder Videos für einen Aufschrei besorgter Eltern sorgten. Allerdings sind dieses Auftreten und die Reaktion der Öffentlichkeit durchaus im Interesse einer Band wie The Prodigy, die davon lebt, kontrovers und umstritten zu sein. Ein deutliches Bild einer Gruppe die sich keineswegs scheut anzuecken, zeichnet auch das „Kanonen statt Butter“ Zitat des Nazi-Verbrechers Rudolf Heß, das sich im inneren des „The Fat of the Land“ Booklets findet.

Der Longplayer fand auch in diversen Filmen wie Matrix oder 3 Engel für Charlie Verwendung und brachte The Prodigy auch ihre bisher einzige Grammy Nominierung ein. Das Album war neben dem erfolgreichsten der Band auch das letzte das in der Gründungsbesetzung Keith Flint, Leeroy Thornhill und Liam Howlett produziert wurde. In diesem Fall kommt das Beste tatsächlich erst zum Schluss.

Michael Grabner

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »