Kultur – Musik

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Aus dem Plattenregal: „Play“ von Moby

11. November 2013 • Musik

Das Mitte 1999 erschienene, 18 Tracks beinhaltende Album ist bis heute das erfolgreichste des US-Amerikanischen Multitalents. Nach dem, von Alternative Rock Elementen geprägten, Vorgänger „Animal Rights“ stellt „Play“ ein abermaliges Bekenntnis des Künstlers zu elektronischeren Klängen, sowie dem Dancefloor und House Genre dar. Blieb kurz nach dem Release der unmittelbare Erfolg aus, so schaffte es das Werk schließlich zehn Monate später noch auf Platz eins der britischen Charts. Insgesamt verbrachte es über 80 Wochen in diversen Chartlisten. Dieser unglaublich lang anhaltende Erfolg war vor allem den erfolgreichen und vielen Singleauskoppelungen zu verdanken. Nicht weniger als neun Lieder wurden abseits des Albums neu veröffentlicht. Unglaubliche sieben davon schafften es in die Single Charts in Großbritannien.

Während die erste Singleveröffentlichung („Honey“) schon 1998, kurz vor Erscheinen des Albums erfolgte, dauerte es über dreieinhalb Jahre, bis auch die letzte Auskoppelung („Find My Baby“) ihren Weg in die Läden gefunden hatte. Die bekanntesten und erfolgreichsten davon sind das sphärische „Porcelain“ mit seiner zauberhaften Klaviermelodie und den melancholischen Vocals, gesungen von Moby selbst, sowie die Downtempo Nummer „Why Does My Heart Feel So Bad?“. Ersteres wurde auch für den Film „The Beach“ lizenziert und erlange dadurch noch größere Bekanntheit.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Marketing Konzept, dass mit dem Album einherging, seinesgleichen in der Musikgeschichte sucht. Es war der erste Longplayer überhaupt, dessen Stücke allesamt für Filme, Fernsehshows oder Werbungen verwendet wurden. Dazu kommt noch der zuvor schon angesprochene ausgedehnte Zeitraum in dem die Singles erschienen sind. Fast alle natürlich mit Musikvideos. Für acht verschiedene Lieder gibt es bis heute insgesamt zwölf Videos, die von namhaften Regisseuren wie Roman Copolla (Daft Punk, Fatboy Slim) oder Jonas Akerlund (The Prodigy, Smashing Pumpkins) verwirklicht wurden.
Mit „Play“ legte Moby wohl den Grundstein zu seinem heutigen Status. Ein Elektronik Nerd, der zum Popstar wurde. Völlig zu Recht.

Michael Grabner

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