Kultur – Musik

Daft Punk Homeland

Aus dem Plattenregal: Homework von Daft Punk

11. November 2013 • Musik

Das Anfang 1997 veröffentlichte, erste von bisher vier erschienenen Studioalben der beiden aus Paris stammenden Musiker Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, ist wohl bis heute eines der einflussreichsten und erfolgreichsten House Alben aller Zeiten. Nicht nur, dass das Werk es bei seinem Release auf dem Major Label Virgin schaffte, die breite Musiköffentlichkeit auf die französische House Szene aufmerksam zu machen, es stellt auch den Startschuss für die Entwicklung einer völlig neue Stilrichtung im Sog des Homework Erfolgs dar.

Das Album selbst besteht aus 16 Tracks, die zum Teil bereits vor dem Albumrelease auf dem kleineren schottischen Label Soma Records (Slam, Silicone Soul, Space DJz,…) als Maxi Singles erschienen waren. Darunter auch einige der bis heute bedeutendsten und bekanntesten Daft Punk Tracks, wie beispielsweise das geniale, aber simple „Around the World“, das schräge „Da Funk“ oder das kompromisslose „Alive“. Das wirklich innovative dabei war die Verwendung von Rock und Punk Elementen in einem Dancefloor/House Album. Damit aber noch nicht genug, ließen die beiden Franzosen auch neue Möglichkeiten in der Musikproduktion, wie beispielsweise neue Samplingtechniken und Verzerrungen bis zu Unkenntlichkeit, in ihre Musik einfließen. Und der Erfolg gab und gibt ihnen recht. Knapp 3 Millionen verkaufter Tonträger und der Legendenstatus des Longplayers zeichnen ein deutliches Bild der Wertigkeit von Homework.

Nicht nur musikalisch stimmt bei diesem Daft Punk Release alles. Nein, auch das Gesamtpaket hinterlässt ein großartiges Bild. So holte man sich für die Produktion der Videoclips namhafte Verstärkung. Michel Gondry („Around the World“) und Spike Jonze („Da Funk“) sind der Öffentlichkeit mittlerweile auch bereits durch diverse Werke auf der Kinoleinwand ein Begriff. Auch die Namensliste der Remixer liest sich wie das Who is Who des House Genres. Masters at Work, Ian Pooley oder Armand van Helden bedürfen wohl keiner Vorstellung mehr und runden das Bild vom perfekten House Album gekonnt ab.

Michael Grabner

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