Kultur – Musik

TurntablerockerClassic

Aus dem Plattenregal: „Classic“ von Turntablerocker

18. Jänner 2014 • Musik

Abwechslungsreich, tanzbar, groovig. Das erste Studioalbum des DJ-Teams Michi Beck und Thomilla aka Turntablerocker: „Classic“.

Hinter dem 2001 erschienen Werk stehen zwei Masterminds des deutschen Hip-Hop. Michi Beck, seines Zeichens Mitglied der deutschen Rap Band Die Fantastischen 4, und Thomilla, der für alle namhaften Künstler der deutschen Hip-Hop Landschaft (Fünf Sterne Deluxe, Ferris MC, Massive Töne) produziert, gründeten das Projekt Turntablerocker mit dem Ziel Elektronik und Hip-Hop zusammenzuführen. Das Ergebnis ist dieser 16 Tracks starke Longplayer. Alle möglichen tanzbaren Genres werden in einen Track verpackt und finden ihren Platz auf dieser absolut hörenswerten Platte.

Das groovige „No Melody“ besticht durch richtig eingängige Klavier- und Gitarrensamples und einem Vocalfetzen, der an einen gewissen Moby erinnert. Ohrwurmverdächtig! Die Nummer ist gleichzeitig auch die erste Auskoppelung aus dem Album und verbucht sogar Chartplatzierungen in Deutschland. Etwas weniger sonnig und easy gehts bei der zweiten Singleveröffentlichung des Album zu. „A Little Funk“ kommt deutlich stressiger aus den Boxen und der gebrochene Beat tut seiniges dazu um dem Track eine fast marschähnliche Richtung zu geben. Gleichzeitig sorgen die Percussions dafür, dass der Funk trotzdem nie verloren geht. Nomen est omen.

Die meisten Lieder auf dem Album kommen ohne Gesang und Rap aus. Das liegt natürlich ganz im Sinne der Erfinder, wollten sie doch eher Richtung Clubtauglichkeit und Tanzbarkeit gehen. Das sich ihr Repertior nicht nur auf Hip-Hop Beats beschränkt, sondern auch Funk, House, Disco oder sogar Latin beinhaltet, haben Thomilla und Michi Beck mit diesem Release jedenfalls eindrucksvoll bewiesen.

Michael Grabner

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