Kultur – Musik

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Aus dem Plattenregal: „Berlin Calling“ von Paul Kalkbrenner

15. Dezember 2013 • Musik

Dramatisch, sentimental, erfolgreich. Das sechste Studioalbum des Berliner Produzenten Paul Kalkbrenner: „Berlin Calling“

Das 2008 erschienene Werk, des schon vor dessen Erscheinung äußerst bekannten Berliner Techno Produzenten Paul Kalkbrenner, gab diesem den entscheidenden Stoß vom Underground Techno Helden zum gefeierten deutschen Popstar. Das Album ist nämlich auch gleichzeitig der Soundtrack für Kalkbrenners Schauspieldebüt in dem gleichnamigen Film über die Licht- und Schattenseiten der Berliner Technoszene. Neben einer beeindruckenden Leistung von einigen der beteiligten Schauspieler und dem schonungslosen Darstellen der Elektronik Subkultur ist es vor allem der Soundtrack der den Film nahezu unvergesslich macht.

16 Tracks sind auf dem Longplayer enthalten. Alle (bis auf einen) entstammen der Feder Paul Kalkbrenners. Das Zugpferd des Albums war mit Sicherheit die Single „Sky & Sand“, die Vocals von Pauls Bruder Fritz Kalkbrenner enthält. Das Lied stellte sogar den Rekord für die am längsten (128 Wochen) in den deutschen Charts enthaltene Single überhaupt auf. Nicht schlecht für ein Werk, dass sich eigentlich als Underground Musik sieht. Auch abseits des großen Hits findet sich tolle Musik auf dem Album. So wurden gleich fünf bereits zuvor erschienene Kalkbrenner Nummern als Special Berlin Calling Edits neu released. Unter anderem auch „Mango“, „Altes Kamuffel“ oder „Atzepeng“, die schon bei ihrem ersten Erscheinen für ordentlich Furore sorgen konnten.

„Berlin Calling“ ist sowohl der nahezu perfekte Rahmen für einen tollen Film, als auch ein gelungener Brückenschlag zwischen der undergroundigen Welt des Techno und der glamourösen Welt der Popkultur. Manchmal verwischt die Grenze zwischen diesen beiden Welten mittlerweile. Auch dank dieses Albums.

Michael Grabner

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