Kultur – Musik

UnderworldBeaucoupFish

Aus dem Plattenregal: „Beaucoup Fish“ von Underworld

26. Jänner 2014 • Musik

Rhythmisch, langerwartet, hymnenartige Melodien. Das fünfte Studioalbum des britischen Elektronik Duos Underworld: „Beaucoup Fish“.

Zu weltweitem Ruhm gelangten Karl Hyde und Rick Smith, besser bekannt als Underworld, im Jahr 1996 durch Danny Boyles krasse Millieustudie Trainspotting. In der letzten Szene des Films läuft nämlich ihr Track „Born Slippy“. Dieser wurde zum Hit und schraubte naturgemäß die Erwartungen an das anstehende Album gewaltig in die Höhe. Anfang 1999 war es dann so weit und „Beaucoup Fish“ erschien. Stark von der vorangegangenen Hitsingle geprägt, schlägt auch der Longplayer in die gleiche musikalische Kerbe. Atmosphärische Vocals, melodische Synths und harte Bässe prägen das elf Tracks starke Album.

Unter Beweis gestellt wurde das bereits mit der ersten (Vorab-) Single des Albums „Push Upstairs“. Stressig und erbarmungslos stampft der Bass daher und wird dabei von einer fast schon gebetsartigen Stimme begleitet die etwas an Depeche Mode Frontman Dave Gahan erinnert. Das schnelle Klaviersample und die langen sphärischen Synths unterstützen noch die bedrückende Atmosphäre die das Lied vermittelt.
Ganz anders und doch ähnlich nimmt man die Single „Jumbo“ wahr. Aus den gleichen Bausteinen wird eine relativ warme, angenehme, fast schon fröhliche Atmosphäre ins Ohr gezaubert.

Trotz der hohen Erwartungen wurde „Beaucoup Fish“ von Kritikern und Konsumenten gut angenommen. Das Album ist bis heute das erfolgreichste des Duos und beanspruchte Chartplatzierungen in halb Europa, Japan und den USA. Beeindruckend, wenn man bedenkt, welchen Stellenwert elektronische Musik vor mittlerweile 15 Jahren noch hatte.

Michael Grabner

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »