Kultur – Musik

KraftwerkAutobahn

Aus dem Plattenregal: „Autobahn“ von Kraftwerk

29. November 2013 • Musik

Neu, elektronisch, bahnbrechend. Das vierte, genreübergreifende Studioalbum der Elektronikhelden von Kraftwerk: „Autobahn“.

Wir schreiben das Jahr 1974. Kraftwerk hatte gerade ihr drittes, von experimentellen Akkustikstücken geprägtes Album „Ralf und Florian“ (nach Gründungsmitgliedern Ralf Hütter und Florian Schneider) auf den Markt gebracht und wollten bei ihrem nächsten Werk ausschließlich elektronisch arbeiten und Pop-Elemente integrieren. Sogar (Sprech-)Gesang sollte auf die Platte. Der entstandene Longplayer mit etwa 43 Minuten Laufzeit wurden dann zu etwas ganz besonderem, der nicht nur Einfluss auf die kommenden Werke der Band hatte, sondern die gesamte Musikbranche nachhaltig beeinflusste. Elektropop war geboren.

Da das Album 1974 noch nicht auf CD erscheinen konnte, sondern ausschließlich auf Vinyl veröffentlicht wurde, war auch die Tracklist mit fünf Titeln durchaus begrenzt. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Albumversion vom Titeltrack „Autobahn“ mit 22 Minuten gleich mal die gesamte A-Seite der Platte für sich einnimmt. Die Single Version mit einer Dauer von knapp 3:30 Minuten ist da schon um einiges bekömmlicher. Die beiden auf der B-Seite enthaltenen, praktisch identischen Stücke „Kometenmelodie 1& 2“ unterscheiden sich lediglich durch das Tempo und einige Soloeinsätze der Künstler voneinander. Sie sind eine Hommage an einen im Erscheinungsjahr des Albums zu sehenden Kometen.

Die beiden Tracks „Mitternacht“ und „Morgenspaziergang“ komplettieren die zweite Seite und damit auch „Autobahn“. Man kann sie eher als Collagen bezeichnen, die hervorragend die Stimmung im jeweiligen Titel einfangen. Kompositionen die Ihresgleichen suchen. Kraftwerks „Autobahn“. Ein Meilenstein der Musikgeschickte, der die elektronische Musik wie wir sie heute kennen erst möglich gemacht hat. Zahlreiche Top-10 Platzierungen und sogar eine Übersetzung für das Release in UK und USA sprechen Bände.

Michael Grabner

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