Wien – Leben

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Auf den Turm gekommen

19. August 2010 • Leben

Wien ist Turm! Seit heute, den 19. August, steht am Gelände des neu entstehenden Wiener Hauptbahnhof einer der höchsten Holztürme Europas. Nicht als Wachturm sondern nur z’weng da Aussicht.

Das Panorama aus 66,72 Metern Höhe ist atemberaubend, da macht es schon gar nichts mehr aus, dass man weder den Wienerwald noch die Innenstadt im Blickfeld hat. Darum geht’s im bahnorama auch gar nicht. Wie der Name schon sagt, zeigt es auf der 550 m² großen Ausstellungsfläche Infos rund um den neuen Wiener Hauptbahnhof, an dem gerade in Favoriten gebaut wird.

Neben einem der größten Verkehrsknotenpunkte im transeuropäischen Schienennetz entsteht rund um den Bahnhof auch ein vollkommen neues Stadtviertel. Hier den Überblick zu bewahren ist nicht einfach. Aus diesem Grund können die Wienerinnen und Wiener sich ab nun neben einem großen Modell, virtuellen Präsentationen, grafischen Darstellungen und interaktiven Angeboten auch aus schwindelerregender Höhe selbst ein Bild von dem Projekt und seinem Fortkommen machen.

Zwei Panoramalifte bringen die BesucherInnen in luftige vierzig Meter Höhe. Wer lieber erdverbunden bleibt, kann sich das Ganze natürlich auch im sicheren bahnorama-Café vom Boden aus ansehen. Geplant ist, das Infozentrum samt Turm an der Favoritenstraße / Ecke Sonnwendgasse die ganzen fünf Jahre der veranschlagten Bauarbeiten für den Bahnhof bestehen zu lassen.

Es bleibt zu hoffen, dass es auch nur fünf Jahre sind, die der Turm überstehen muss. Ereilt den Hauptbahnhof das selbe Bauverzögerungsschicksal wie den Skylink am Flughafen Schwechat, werden wohl nur noch unsere Enkel die Grundfeste der Holzkonstruktion betreten können. Eine längere Stehzeit hätte andererseits Vorteile für die Rentabilität, schlug das Holzkonstrukt mit seinen 250 Stufen doch mit 4,7 Millionen Euro zu Buche. Lange genug war den vielen BesucherInnen bei der heutigen Eröffnung zumindest ihre Stehzeit. Wegen des großen Andranges durften sie nur mehr nach Blockabfertigung in Gruppen zu zehn Personen die Aussichtsplattform erklimmen.

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