Kultur – Musik

Amy Winehouse (1983-2011)

Amy Winehouse (1983-2011)

24. Juli 2011 • Musik2 Kommentare zu Amy Winehouse (1983-2011)

Amy Winehouse (1983-2011). Ein Nachruf.

Das Phänomen Amy Winehouse fand in den letzten Jahren beinahe ausschließlich im Boulevard eine öffentliche Bühne. Bilder und Nachrichten vom katastrophalen Zustand einer jungen Frau in ihren Zwanzigern, Berichte von angefangenen und halbdurchgezogenen Drogen- und Alkoholentzügen, ein katastrophal ausufernder Versuch eines Comebacks, Fotos, die eine eine beinahe obskur-desolat aussehende Winehouse zeigen.

Zwei Alben sind es geworden im Leben der Amy Winehouse, das Debüt "Frank" 2003, und drei Jahre später das sensationelle "Back To Black", das beinahe überall auf Platz eins der Charts landete, Winehouse mehrere Grammys einbrachte und sie an die Spitze der Musikwelt katapultierte. An dieser Spitze hätte Winehouse mit all ihrem Talent durchaus bleiben können, mit ihrer grandiosen Mischung aus Soul, R’n’B, Jazz und Pop, die es schaffte, bei all dem Mainstreamappeal auch eine Menge Ecken und Kanten zu haben.

Es ist – wie seit gestern bekannt – anders gekommen, und diejenigen, die früher immer über den Zustand der Sängerin gespottet haben, dürfen jetzt stolz kundtun, dass es sie es eh geahnt haben, dass die Nachrufe schon längst geschrieben waren. Die Drogeneskapaden, Probleme und Dämonen, die Amy Winehouse ganz offensichtlich innewohnten: sie machen den Tod vielleicht für viele, die es auch gerne kundtun, nachvollziehbarer, gaben zugleich auch einen tollen Grund für den Boulevard zu lästern. Weniger schade oder tragisch machen sie den Tod einer 27jährigen, bei der man nur erahnen hätte können, was musikalisch passiert wäre, hätte sie sich eingekriegt, keineswegs.

Das letzte was man von Amy Winehouse hörte ist, dass sie Konzerte absagen muss (unter anderem ihr Gastspiel in Wiesen, das heute gewesen wäre), dass sie wieder auf Entzug war und gerne ein neues Album herausbringen möchte. Es wäre schön gewesen, hätte sie es geschafft wieder als das dazustehen, was sie, subtrahiert man die Exzesse, Süchte und den Boulevard, immer war: eine großartige und einzigartige Sängerin, von der man gerne noch mehr gehört hätte.

(MB)

, , , ,

Weitere Artikel

2 Antworten auf Amy Winehouse (1983-2011) – Verstecken

  1. rehab sagt:

    RIP AMY
    tolle künstlerin. ewig schade.

  2. Patrick sagt:

    black
    very black

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »