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Bier (c) Mautner stadtbekannt
Bier (c) Mautner stadtbekannt

Alkohol – Freund oder Feind?

28. Oktober 2013 • Leben3 Kommentare zu Alkohol – Freund oder Feind?

Ein Bier mit den Freunden in der Kneipe oder ein Glas Wein beim Mittagessen, Alkohol ist ein sehr wichtiger Teil der heutigen Gesellschaft. Dabei hat Alkohol in der Geschichte der Menschheit schon immer eine interessante und zugleich unumgängliche Rolle gespielt. Dieses spezielle Getränk hat sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt und steht in der Hierarchie der menschlichen Genussmittel an oberster Stelle der Durstlöscherkette. Die Historie des Alkohols besagt das Bier und Wein, die ersten alkoholischen Getränke waren, die es in unsere Hände und in den allermeisten Fällen in unsere Mägen, falls es keine Zwischenfälle wie die Unkontrolliertheit des eigenen Körpers, oder verschiedene zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, verursacht durch den Alkoholkonsum, geschafft haben. Der Unterschied zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass der Wein oftmals teurer war und dementsprechend eher von den Reichen zelebriert, das Bier vom einfachen Volk getrunken wurde. In späterer Folge bekam Alkohol auch einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Medizin. Die Entdeckung seiner Wirkung und die ideale Zusammensetzung war vor allem im Kampf gegen Bakterien, aber auch als Schmerzlinderung bzw. Schmerzstiller von entscheidender Bedeutung und ein weiterer Baustein in der Entwicklung der heutigen Medizin.
Robert Lembke, ein deutscher Journalist meinte: „Alkohol ist der einzige Feind, den der Mensch wirklich lieben gelernt hat.“ Wien kann ein Lied davon singen.

Wien ist „anders“

Das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) hat im Auftrag der Sucht- und Drogenkoordination Wien im August die Studie Suchtmittel – Monitoring 2013 durchgeführt, wobei 600 Personen ab 15 Jahren in einem Face to Face Interview an der Befragung zum Thema Suchtmittel teilgenommen haben. Dabei kam heraus, dass sich der Konsum von Alkohol unter der Bevölkerung in Wien vergrößert hat. 35% konsumieren zumindest an zwei bis drei Tagen in der Woche Alkohol. Das Ergebnis, das rund die Hälfte aller Wienerinnen und Wiener einmal in sieben Tagen zur Flasche greift, ist beunruhigend. Dem gegenüber stehen 22% die keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Ein großer Unterschied ist auch bei den Geschlechtern festzustellen. Während 25% der Frauen mehrmals pro Woche Alkohol trinken, sind es bei den Männern unglaubliche 47%. Bier und Wein konnten demnach auch im 21. Jahrhundert die Spitzenplätze festigen und weiterausbauen. Rund ein Drittel der 600 Befragten sind Fans der beiden historischen Getränke. Dabei konsumieren Frauen im Gegensatz zu Männern lieber Wein als Bier, wobei sich im zunehmendem Alter die Tendenz bei Männern, dann auch in Richtung Wein bewegt. Hochprozentige, wie Wodka, Schnaps oder Cocktails nehmen in diesem Rating der Lieblingsgetränke nur eine Nebenrolle ein. Zudem konnte die aktuelle Studie Suchtmittel – Monitoring 2013, die in der Bevölkerung weit verbreitete Meinung, wonach immer jüngere Wienerinnen und Wiener dem Alkoholkonsum verfallen, nicht bestätigen. Das Durchschnittsalter liegt schon eine gewisse Zeit lang bei 15 bis 16 Jahren. Dazu gesellt sich ein weiteres Ergebnis, wonach nicht etwa die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein übertriebenes Alkoholrisiko aufweisen, sondern und im Speziellen die über 50-Jährigen und da besonders Männer. Männer neigen demnach mit steigendem Alter den Alkoholkonsum zu steigern.

Problem feststellen und Lösung finden

Diese Art von Erhebungen und Befragungen zu speziellen Themen, wie dem Thema Suchtmittel können uns Probleme aufzeigen und die Augen öffnen, wenn diese vielleicht nicht als solche wahrgenommen wurden und geschlossen waren. Wien muss nicht erst seit dieser Studie feststellen, dass das größte Problem seine Bewohner und ihr Konsum von Alkohol ist. Schon in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts konnte dieser Trend beobachten werden. Jedoch wurde leider seitdem kaum bis gar nicht gehandelt, da gehofft wurde, dass dieses Problem sich von selbst in Luft auflöst.  Mit dem Eingeständnis man habe ein Problem ist der wichtige Beginn gewährleistet. Die Lösung liegt dann in einem längerfristigen Plan, dessen Umsetzung von uns allen getragen werden muss. Gesellschaftliche Verantwortung gepaart mit der Verantwortung eines jeden einzelnen von uns ist die zielführende Kombination. Nur sinnvolle Maßnahmen können die Lösung des Problems herbeiführen.

stadtbekannt meint

Ob Freund oder Feind, die Lösung ist im Endeffekt der „richtige“ Umgang mit Alkohol. Dabei nimmt die elterliche Erziehung, der Kindergarten und die Schule genauso eine wichtige Rolle ein, wie die Gestaltung der Freizeitmöglichkeiten, ein Ausbildungs- und Arbeitsplatz für die Jugendlichen, Informations-, Aufklärungsmaßnahmen und Kampagnen des Staates.

Dejan Filipovic

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3 Antworten auf Alkohol – Freund oder Feind? – Verstecken

  1. M sagt:

    wohl selbst auch einiges getrunken 😉
    ??? "Die Historie des Alkohols besagt das Bier und Wein, die ersten alkoholischen Getränke waren, die es in unsere Hände und in den allermeisten Fällen in unsere Mägen, falls es keine Zwischenfälle wie die Unkontrolliertheit des eigenen Körpers, oder verschiedene zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, verursacht durch den Alkoholkonsum, geschafft haben." ???

  2. Nirvanacharly sagt:

    was haben antidepressiva in einer suchtstudie verloren?
    kann mir das wer erklären, aber nur wenn sich wer auskennt, keine larifarikomentare bitte

  3. andy sagt:

    seit wann bitte ???
    Seit wann gibt es in Wien Kneipen ??? Beisln, Bars, Cafes… OK, aber Kneipen …WTF???

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