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Herbstausflug (c) STADTBEKANNT
Herbstausflug (c) STADTBEKANNT

9 Dinge, die den Herbst schöner machen

31. Oktober 2016 • Freizeit & Sport, Wien

Was tun, wenn die Blätter fallen?

Die Bäume werden kahl, die Tage kürzer und finsterer; Nebel, Regen und Kälte machen sich breit. Der Herbst ist da. Grund zur Traurigkeit ist das allerdings keiner …

Viele von uns tendieren ja dazu, mit schlechter Laune auf die Launen des Herbsts zu reagieren: Es ist kalt und regnet draußen, also ist man grantig. Man kriegt von irgendeinem taschentuchlos niesenden Wappler in der U-Bahn einen Schnupfen angehängt, also ist man schlecht gelaunt und krank. Zu allem Überfluss kann es im Herbst auch leicht vorkommen, dass man unter all dem Laub ein Hundstrümmerl übersieht und hineinsteigt – zu Grant und Schnupfen kommt dann noch der widerwärtige Gestank caniner Verdauungsprodukte.

Klingt abscheulich? Das ist es durchaus. Doch der Herbst ist keineswegs nur abscheulich, sondern bietet auch viele Möglichkeiten, Dinge zu erleben, zu denen man im ganzen restlichen Jahr nicht kommt. Wir haben für euch die besten Herbsttipps zusammengesammelt und raten euch: Schluss mit dem Trübsal blasen, genießt die Jahreszeit!

 

Stadtviecher füttern

Weil es langsam richtig kalt wird, ist für das Wiener Wildlife die Zeit gekommen, sich einen Vorrat anzufressen. Das bedeutet, dass man sie in dieser Zeit besonders gut füttern kann. Ob man nun dicke Schönbrunner Eichhörnchen mit noch mehr Nüssen füttert, dekadente Schönbrunner Rotkehlchen mit noch mehr Körnern, Ratten mit Brotresten oder ob man doch lieber Tauben im Park vergiftet, kann man sich selbst aussuchen. PS: Enten füttern ist in Wien verboten. Die Gründe sind hier nachzulesen …

 

Krankenstand genießen

Immer wieder in Herbst erwischt den einen oder anderen von uns ein lästiger grippaler Infekt. So unmöglich es auch klingen mag, aber Schnupfen, Fieber und Halsweh haben durchaus ihre positive Seite – den Krankenstand. Endlich entschuldigt im Bett oder am Sofa knotzen, endlich den ganzen Tag lesen, essen und seichte Serien schauen! Weitere professionelle Tipps zur Optimierung des Krankenstands findet ihr hier.

 

Fett werden

Herbstzeit ist Essenszeit: Beginnend mit Zwetschkenkuchen, Schwammerlgerichten, Sturm und Jungwein, über Wildragout, Kürbiscremesuppe und Martinigansl bis hin zu Maroni, Kartoffelpuffern und Keksen – kulinarisch hat die Jahreszeit ordentlich was zu bieten. Klar, dass sich da ein gewisser Schwimmreifen an der Hüfte und am Bauch ablagert. Allerdings kann einem das herzlich wurscht sein. Unter’m dicken Pulli sieht man den Winterspeck nämlich eh nicht.

 

Fit werden

Auch wenn dieses Prinzip dem vorausgegangenen Prinzip „Fett werden“ widersprechen mag: Ist da im Geldbörsel nicht so eine arme, einsame Fitnessclub-Mitgliedskarte, die den ganzen Sommer unbeachtet darben musste? Dann wird es ja Zeit, mal wieder etwas für die Figur zu tun – und sich drinnen mithilfe von Yoga, Laufband oder Hanteln zu trimmen, während draußen das herbstliche Sauwetter tobt.

 

Extremsport I: Punschen

Nur die Harten kommen in den Garten! Das gilt im Sport, aber auch für jede Punschstandl-Tour durch Wien. Wer sich und seine Leber nicht schon in der Sturmzeit ausreichend abgehärtet hat, wird merken: So ganz ohne Training geht es nicht. Ist der Tag der extremen Punschstandl-Tour einmal gekommen, trennt sich hier nämlich rasch die Spreu vom Weizen, weil man sieht, wer speibt, und wer die Amateurliga erfolgreich hinter sich gelassen hat.

 

Und Extremsport II: Schwammerlsuchen

Eine ganz besondere Spezies von Menschen sucht immer wieder im Herbst den Wienerwald heim: Die Schwammerlsucher. In gebückter Haltung wühlen sie sich durch das Unterholz, bewaffnet mit Sackerl und Messer. Für ein mickriges Eierschwammerl pro halbe Stunde scheuen sie weder Kälte noch Wind und Wetter. Entdecken sie einmal einen Steinpilz, schreien sie vor Freude. Ein hartes Hobby, aber ein lohnendes. Schließlich kann man die kostbaren Funde anschließend verkochen und genießen. Ein Erlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt – sofern kein Grüner Knollenblätterpilz darunter war!

 

Wollzeit is‘!

Stricken ist nur was für alte Damen und gelangweilte Hausfrauen? Von wegen! Längst hat der Trend zum wolligen Zeitvertreib auch die Mitte der Gesellschaft erreicht. Ob selbstgemachte Sockerln, Hauben, Schals oder gar Pullover, der Schaffenslust sind keine Grenzen gesetzt. Wem es zu fad ist, daheim vor dem Fernseher zu stricken, kann ja einmal Laniato, dem Wiener Wollcafé, einen Besuch abstatten, oder eines von Wiens zahlreichen Wollgeschäften besuchen.

 

Drachensteigen

Wenn die Herbstwinde ordentlich blasen, sollte man sich nicht faul daheim verkriechen, sondern hinaus in die Natur stürmen. Warum? Natürlich, um seinen Drachen auf den Lüften reiten zu lassen und sich dabei wie ein Kind zu fühlen! Egal ob man nun Besitzer eines kleinen, viereckigen Drachen-Gebildes Marke Eigenbau ist oder professioneller Lenkdrachen-Pilot – geeignete Orte zum Abheben gibt es in Wien genügend.

 

Bärtig in den Herbst

November ist Schnurrbart-Zeit. Zumindest bei den Anhängern der sogenannten Movember-Bewegung. Hier ist der Bart nämlich als Statement zu lesen – für Männergesundheit und Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. Aber auch abseits dieses guten Zwecks ist ein Bart keineswegs zu verachten: Wärmend schützt er das Männergesicht vor gemeiner Kälte und grauslichem Herbstwetter. Und fungiert zugleich als Rotzbremse. Feine Sache!

 

STADTBEKANNT meint

Wir hoffen, unsere aktiven, kreativen und wagemutigen Vorschläge haben ein wenig geholfen, eure Begeisterung für den Herbst zu wecken. Wer trotzdem noch trübsinnig gestimmt ist und an chronischem Herbstblues leidet, hat hoffentlich einen guten Psychologen – oder sei damit getröstet, dass nach dem langen, düsteren Herbst und dem noch längeren, kälteren Winter auch wieder ein Frühling kommt.

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